1. NRW
  2. Städte
  3. Dormagen

Dormagen: SPD scheitert mit Konzept zur dichteren Bebauung

Dormagen : SPD scheitert mit Konzept zur dichteren Bebauung

Braucht Dormagen ein ganzheitliches Konzept, um damit zu steuern, wie Baulücken in der Stadt zu schließen sind? Bei dieser Frage, die die SPD in einem Antrag aufgeworfen hatte, ging es im Planungs- und Umweltausschuss hoch her. Nach längerer Diskussion wurde das Ansinnen gegen die Stimmen der Antragstellerin und des Zentrums abgelehnt. "Nicht noch ein zusätzliches Verfahren", kommentierte Torsten Günzel von der FDP. "Schade, dass die SPD das Thema so einseitig angeht."

Für die SPD hatte zuvor Doris Wissemann erläutert, dann es um eine Matrix geht, in der potenzielle Flächen nach festgelegten Kriterien bewertet werden. "Es geht nicht darum, dass in jedem Ortsteil die möglichen Flächen aufgelistet werden sollen. Eine Matrix soll zeigen, wo es sinnvoll ist zu bauen und wo nicht." Innenverdichtung dürfe nicht um jeden Preis stattfinden, sondern müsse die Stadt mit allen Ortsteilen und ihrem Umfeld berücksichtigen. "Zu viel Verdichtung kann den Charakter der Stadt zerstören, ein zu hoher Versiegelungsgrad der Böden das Innenstadt-Klima negativ beeinflussen", so die SPD. Zudem solle so erreicht werden, dass bei einzelnen Bauvorhaben die Bürger besser informiert und eingebunden sind.

Das sah auch Hans-Joachim Woitzik (Zentrum) so: "Der SPD-Antrag bringt dass Problem auf den Punkt: die fehlende Bürgerbeteiligung, die zu Ärger und dann zu aufwendigen Mediationen führt. Es sind immer nur Einzelinteressen, wenn es um Innenverdichtung geht." Martin Pehe (Bündnisgrüne) fragte: "Was ist die Alternative zur Innenverdichtung? Mehr Wohnbauflächen vor der Stadt?" Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann verdeutlichte, dass es in jedem Planverfahren eine Beteiligung der Öffentlichkeit gebe. "Jeder Bürger kann zu einem Bauvorhaben eine Stellungnahme abgeben."

(schum)