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Dormagen: SPD Nievenheim: Alten Bahnhof nicht verkaufen

Dormagen : SPD Nievenheim: Alten Bahnhof nicht verkaufen

Die Pläne der Stadtverwaltung, das alte Bahnhofsgebäude in Delrath zu verkaufen, sind für die SPD Nievenheim inakzeptabel.

"Wo treffen sich denn ehrenamtliche Gruppen wie Elternstammtische von Schulklassen, Kirchenchöre, Sportvereine, Schützenzüge oder Skatclubs, die ihre Sitzungen abhalten, wenn nicht in Gaststätten oder Bürgerhäusern?", sagt der Nievenheimer Ortsverbandsvorsitzende Sven Guder.

Gerade Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann sollte dies wissen, er sei selber im geselligen Schützen- und Karnevalsleben verwurzelt. Zwar sei es richtig, wennder Bürgermeister sage, dass es nicht Aufgabe der Stadt sei, eine Gaststätte zu verwalten. Allerdings ist es aus Sicht des SPD-Ortsvereins Nievenheim-Delrath sehr wohl Aufgabe der Stadt, gesellschaftliches Leben zu erhalten, wenn nicht sogar zu fördern oder Alternativen zu schaffen.

Der Ortsverein und sein für Delrath zuständiger Stadtrat Karl-Josef Ellrich positionierten sich als politische Stimme im Einklang mit den Vereinen und der Bürgerinitiative in Delrath. Das Bahnhofsgebäude sei mittlerweile zentraler Treffpunkt für Menschen und Gruppen aller Altersklassen und Interessen geworden.

Durch einen Verkauf und die dadurch entstehende Ungewissheit über die langfristige Zukunft des Gaststättenbetriebes werde der Attraktivität des Ortes geschadet. Guder: "Es besteht die Gefahr, dass sich Vereine oder andere Gruppen auflösen, da sie ihre Aktivitäten nicht mehr durchführen können." Ebenfalls müsse damit gerechnet werden, dass Menschen den Ort verlassen.

Die ortsansässige SPD appelliert an Bürgermeister Hoffmann, diese Punkte zu berücksichtigen. Sollte ein Verkauf nicht mehr zu verhindern sein, müsse man sich um Alternativen bemühen. "Im Vordergrund des freiwilligen Engagements steht meist die Bereicherung des Lebensgefühls und der Lebensfreude sowie die Möglichkeit neue soziale Kontakte zu schließen.

Herr Hoffmann sollte ein Interesse daran haben, dass dies in allen Stadtteilen gewährleistet bleibt", sagt Guder. Ellrich fügt hinzu: "Der alte Bahnhof ist Begegnungsstätte für die Delrather Vereine. Es ist sinnvoll, wenn das Gebäude in städtischer Hand bleibt. Ansonsten ist das Delrather Vereinsleben stark gefährdet."

(NGZ)