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Dormagen: SPD beteiligt Bürger am Wahlprogramm

Dormagen : SPD beteiligt Bürger am Wahlprogramm

Mit der ersten von mehreren Bürgerdialog-Veranstaltungen hat die SPD den Dormagenern die Möglichkeit gegeben, ihr Wahlprogramm aktiv mitzugestalten. Mit dem Auftakt und den Anregungen zeigte sich die Partei zufrieden.

Die Bandbreite der Anregungen und Forderungen war groß: "Weniger Gutachten, mehr Entscheidungen", der dauerhafte Erhalt eines Freibades in Dormagen, ein Jugendzentrum, in dem Jugendliche selbst bestimmen können, und Unterstützung von Sportvereinen, die durch das Sportstättennutzungsentgelt ihre Zukunft als Hallensport-Anbieter bedroht sehen. Mehr als 30 Besucher setzten sich bei der ersten Bürgerdialog-Veranstaltung des SPD-Stadtverbandes Dormagen in der Kulturhalle mit den vielfältigen Themen Sport, Kultur, Bildung sowie Kinder, Jugend und Familie auseinander.

"Wir wollen unser Kommunalwahlprogramm mit den Menschen entwickeln", hatte der SPD-Stadtverbandsvorsitzende Erik Lierenfeld erklärt. Die Bürger könnten so "mittendrin statt nur dabei" sein. Mit dem Auftakt zeigte sich Lierenfeld zufrieden: "Wir beteiligen die Bürger vom ersten Augenblick an", wies er darauf hin, dass auch für alle SPD-Mitglieder so die Chance bestehe, Themenanregungen zu geben.

Auch wenn die Besucheranzahl "in Ordnung, aber noch ausbaufähig" sei, seien doch bereits "einige gute Anregungen", wie der Partei-Chef feststellte, diskutiert worden: "Was sonst vielleicht vier Leute in einem Arbeitskreis ausdiskutiert hätten, wird so öffentlich im Dialog unter den Bürgern angesprochen." Die Ergebnisse werden zusammengetragen und dann von der SPD ausgewertet — und auf einer öffentlichen Mitgliederversammlung vorgestellt.

Unter der souveränen Moderation von Martin Voigt hatten nach kurzen Statements der SPD-Themen-Verantwortlichen Detlev Zenk (Sport), Erik Lierenfeld (Kultur), Michael Dries (Kinder, Jugend, Familie) und Birgit Burdag (Schule) die Besucher ihre Überlegungen wie die Forderung nach einer "lebendigen Kultur", die ebenso wie die Förderung der Kinder und Familien nach dem "Dormagener Modell" erhalten bleiben müsse, geäußert und zu Papier gebracht. Dabei wurden vor allem die Sportnutzungsentgelte heiß diskutiert.

So kündigte Joachim Fischer als Vorsitzender der SG Zons an: "Wir werden keine Entgelte zahlen, bis man uns die Halle dichtmacht." Er sieht seinen Verein, dessen 1100 Mitglieder ausschließlich in der Halle Sport treiben, außerstande, die Beiträge um 50 Prozent zu erhöhen, um die Nutzungsentgelte zu finanzieren. Nicht alle waren gegen die Entgelte, so dass sich eine kontroverse Diskussion ergab. Einig waren sich die Besucher, dass Sport als Gesundheitsvorsorge allen Gesellschaftsschichten möglich sein müsse. "Nehmen Sie doch Kämmerer Kai Uffelmann beim Wort", schlug SPD-Fraktionschef Bernhard Schmitt vor: "Er hat betont, dass Vereine, die Probleme mit den Entgelten haben, sich bei ihm melden könnten."

Die SPD will den Dialog-Prozess fortführen, die meisten der Besucher wollen wiederkommen. Beim nächsten Bürgerdialog-Termin am Montag, 16. Dezember, geht es um 19 Uhr unter der Moderation von Carsten Müller um "Leben und Arbeiten in Dormagen". Anregungen und Themen können auch per E-Mail an dialog@spd-dormagen.de geschickt werden.

(NGZ)