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Sommerfest im Tierheim Dormagen

Sommerfest : Tierheim braucht mehr Unterstützer

Unter anderem werden Gassigänger für Hunde und Katzenbetreuer gesucht.

Beim Sommerfest im Tierheim in Hackenbroich gab es am Wochenende fast alles, was Hund und Katze gebrauchen können – und was zugleich Frauchen oder Herrchen gefällt. Für Tierheimleiterin Tanja Kalkowsky steht freilich der Tierschutz im Vordergrund. Die „Abgabe- und Fundtiere“, darunter sind auch Kaninchen, Meerschweinchen, Landschildkröten und sogar Degus (chilenische Nagetiere) brauchen intensive Hilfe und Fürsorge. „Es ist noch Platz da“, sagte Kalkowsky. Der sich aus Spenden, Erbschaften und Vermittlung finanzierende Tierschutzverein Dormagen ist zuständig für Dormagen und Pulheim.

„Die heutige Resonanz ist okay“, konstatierte Babette Terveer am Samstag. Die 1. Vorsitzende des 300 Mitglieder zählenden Tierheimvereins („es könnten mehr sein“) berichtete vom gerade laufenden äußeren Erneuerungsprozess und äußerte Wünsche. Mehr ehrenamtliches Engagement von Gassi-Gängern gehöre dazu, um Hunden den unbedingt nötigen Auslauf zu bieten. Die Katzen könnten auch mehr Zuwendung gebrauchen. Handwerkliche Hilfe bei der Instandhaltung des gesamten Tierheims wäre auf jeden Fall hochwillkommen. Und dass sie bei der Verteilung der großen Spendentöpfe von Unternehmen großzügiger bedacht werden, steht ebenfalls auf dem Wunschzettel.

„Tierschutz ist Respekt vor dem Leben“, dieses starke Motto ist im Tierheim zu hören. Die sechs Festangestellten, davon drei Azubis, leben danach. Sie machen vor, wie auch Tiere versorgt werden, die in die Jahre gekommen sind oder die niemand mehr haben möchte. Für Mitarbeiter des Tierheims sind sie jedenfalls keine „Sachen“, wie die Rechtsprechung seit jeher glauben machen will, sondern kleine Persönlichkeiten. Sie brauchen nicht nur ein Heim und eine Versorgung, sondern haben das Recht auf ein ganz und gar tiergerechtes Dasein.

(nie)