Dormagen: Solarpark geht morgen in Betrieb

Dormagen: Solarpark geht morgen in Betrieb

Die Energieversorgung Dormagen hat in Broich Solarmodule errichtet.

Der ehrgeizige Schluss-Spurt 2016 ist geglückt: Der von der evd geplante Solarpark auf der stillgelegten Deponie in Broich kann bald in Betrieb gehen. Das kündigt Carina Backhaus, Sprecherin der Energieversorgung Dormagen (evd), jetzt an. Auch noch kurz vor Weihnachten liefen die Bauarbeiten am Solarpark auf Hochtouren - die letzten Solarmodule wurden am Dienstag, 20. Dezember, montiert. Das war auch nötig, um noch in diesem Jahr an den Start gehen zu können. Insgesamt investiert die evd 2,4 Millionen Euro in den Solarpark, der auf 6,7 Hektar auf der alten Deponie Gohr-Broich errichtet wird - das erste Projekt seiner Art im Regierungsbezirk Düsseldorf.

"Der Solarpark wird sehr wahrscheinlich wie geplant noch in diesem Jahr fertiggestellt", sagt Klemens Diekmann, Geschäftsführer der evd. Damit ist die Fertigstellung nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EGG) gesichert. Christoph Reiter, Technischer Leiter der evd, ergänzt: "Der Inbetriebnahme-Begriff nach EEG weist aus, dass der Generator (Solarmodule) und die Wechselrichter betriebsbereit installiert sein müssen. Ein Netzanschluss und somit die Einspeisung ins Netz sind zu einem späteren Zeitpunkt möglich." Morgen soll der Solarpark in Betrieb genommen werden. "Bis der Solarpark in das Dormagener Netz einspeist, wird es allerdings noch ein wenig dauern", erklärt Klemens Diekmann. Im Frühjahr 2017 wird der Solarpark offiziell eröffnet.

  • Strom bleibt in Dormagen : Solarpark fährt jetzt auf voller Leistung  

Anfang Oktober hatte bei der Vorstellung des Gemeinschaftsprojektes von evd, Stadt Dormagen und dem Rhein-Kreis Neuss Diekmann von einem "ehrgeizigen, aber machbaren Zeitplan" gesprochen. Die Eile hat den Hintergrund, dass sich ab 1. Januar 2017 die Einspeisevergütungen verändern und damit die Bedingungen für die neue Solaranlage nicht mehr so günstig wären. Zudem müsste sich die evd mit diesem Solarpark erst einmal als Projekt bei der Bundesnetzagentur bewerben. "Die Wirtschaftlichkeitsberechnungen zeigen, dass der Solarpark sich trägt und weder das Unternehmen mit seinen Kunden, noch die Stadt dadurch finanzielle Nachteile haben werden", versicherte Diekmann.

(cw-)
Mehr von RP ONLINE