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Dormagen: So wird das Fahrrad sicher für die Saison

Dormagen : So wird das Fahrrad sicher für die Saison

Auch wenn das Wetter es noch nicht vermuten lässt, so geht doch bald die Radsaison los. Experten geben Tipps, auf was man achten muss, damit das eigene Rad nach Monaten im Keller wieder verkehrssicher und voll funktionstüchtig ist.

Auch wenn die sibirische Kälte die Radfahrer noch nicht so richtig an schöne Touren entlang des Rheines denken lässt, so kommt die Radsaison doch mit schnellen Schritten näher. Doch nachdem der Drahtesel einige Monate im Keller oder der Garage auf wärmeres Wetter wartete, muss vor der ersten Ausfahrt erst mal der Zustand gecheckt werden. "Generell ist es nicht verkehrt, sich vor der ersten Fahrt gründlich die technischen Einrichtungen des Fahrrads anzuschauen", erklärt Daniela Luppus, Verkehrssicherheitsberaterin bei der Kreis-Polizei.

So sollten die Bremsen, Licht und Dynamo und die Reifen auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft werden. "Die Reifen können über den Winter spröde geworden sein. Außerdem sollte man alle wichtigen Schrauben, zum Beispiel an der Sattelstütze oder am Lenker, nachziehen und die Kette sollte geölt werden", sagt Luppus weiter. Der Reifendruck sollte übrigens je nach Mantelstärke zwischen drei und fünf Bar liegen.

Allerdings fehlt es für solche Arbeiten oft am Können und am richtigen Werkzeug. Wenn das nicht vorhanden ist, hilft nur noch der Experte. "Eine Inspektion kostet bei uns je nach Zustand des Rades zwischen 20 und 40 Euro. Wenn Reparaturen nötig werden, kann das natürlich auch noch mehr werden", erklärt der Fahrradhändler Theo Schultz. In seiner Dormagener Werkstatt beobachtet er häufig, dass "Kunden leider oft zu spät kommen, nämlich wenn das Rad schon in einem sehr schlechten Zusand ist". Außerdem muss Schultz oft feststellen, dass die Baumarkt-Räder von sehr schlechter Qualität seien: "Die schauen zwar hübsch aus, die Bremsen sind aber oft sehr schlecht."

Neben der Funktionstüchtigkeit schaut die Polizei auch auf die Verkehrssicherheit der Räder. Und die ist bei vielen nicht gegeben — vor allem wenn es um Licht und Reflektoren geht. "Ein verkehrstüchtiges Rad muss neben dem Dynamo-betriebenen Licht noch Front- und Rückstrahler sowie Speichen- und Pedalreflektoren besitzen", erklärt die Expertin der Polizei. Eine Ausnahme gilt übrigens für reine Rennräder, die nicht mehr als elf Kilogramm wiegen. "Diese Räder brauchen die Einrichtungen nicht, sofern man eine Trainingsfahrt unternimmt. Aufstecklichter muss man aber trotzdem immer mitführen", erklärt Daniela Luppus' Kollege Franz-Josef Baumeister.

Neben der Sicherheit des Rades gehört am Anfang der Saison eine gehörige Portion Vorsicht zu den ersten Ausflügen der Saison, weiß Baumeister: "Die Autofahrer müssen sich erst wieder an die Radler gewöhnen, denn die waren ja jetzt Monate nicht mehr auf den Straßen unterwegs." So gab es im vergangenen Jahr in Dormagen 60 Unfälle mir Radfahrern, 2011 waren es 81. "Das sind aber nur die uns gemeldeten Unfälle, und bei denen ist es fast immer zu Verletzungen gekommen", erklärt Baumeister. Ungeübten oder untrainierten Radfahrern rät seine Kollegin, "ruhig mal ein bisschen auf Nebenstraße üben und es vor allem langsam angehen".

Zum Schluss geben die Verkehrssicherheitsexperten der Polizei noch einen selbstverständlichen Hinweis: "Bitte Helme tragen, sie können im Fall der Fälle das Leben retten." Und dann steht einer schönen Ausfahrt durch die Rheinauen nichts mehr im Wege.

(NGZ/rl)