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So rüstet sich die Feuerwehr Dormagen gegen die Dauerkälte

Enteiser gegen den Frost : So rüstet sich die Feuerwehr Dormagen gegen die Dauerkälte

Die anhaltenden Minusgrade stellen auch Feuerwehr und Rettungsdienst in Dormagen vor Herausforderungen.

Zwar sind die schweren Fahrzeuge längst auf Winter-Bereifung umgerüstet, es liegen Schneeketten bereit, zudem führt die Feuerwehr Streusalz und Splitt zum Streuen mit sich. Aber es geht auch um die Funktionstüchtigkeit der Wagen und Geräte: „Denn die Feuerwehr muss sicherstellen, dass die Batterieladung auch ausreichend hoch ist, um alle Geräte in der Kälte nutzen zu können“, erklärt Stadt-Pressesprecher Max Laufer. Um überhaupt an das Löschwasser in zugefrorenen Hydranten zu kommen, nehmen die Einsatzkräfte ein spezielles Auftau-Gerät mit, um die Hydrantendeckel lösen zu können.

Nicht nur die Wasserversorgung muss bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt auch für längere Einsätze sichergestellt sein, auch die Einsatzkräfte sollen warme Getränke erhalten. Bei Großlösch-Ereignissen wird ein Aufenthaltscontainer für die Feuerwehrleute aufgestellt. Auch der Rettungsdienst ist in der Kälte mit warmen Einmaldecken ausgestattet, wie der Stadt-Sprecher erklärt: „Der Behandlungsraum ist ständig beheizt, auch die Infusionen werden temperiert“, sagt Laufer, der die Warnung der Feuerwehr weitergibt: „Bitte keine Eisflächen auf Teichen betreten.“ Bricht doch jemand durch die dünne Eisschicht, soll ein Eisrettungsschlitten helfen.

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Im Winter kontrolliert ein „Scout“ der Technischen Betriebe, ob es früh morgens glatt auf den Straßen ist, um dann den Winterdienst in Marsch zu setzen. Auch dort wird jetzt wärmende Kleidung getragen. Bei den Sportanlagen hat der Sport-Service die Vereine mit ins Boot geholt, wie Laufer erklärt: „Sie können eigenverantwortlich entscheiden, ob ein Training auf ihrem Platz Sinn macht.“ Denn durch Lichteinstrahlung, Wind und Geländeverhältnisse gibt es durchaus „klimatische“ Unterschiede zwischen Stürzelberg und Gohr.

Auch in anderer Hinsicht schützt die Stadt ihre Bürger vor Kälte: „Die 63 unfreiwillig Obdachlosen, die aus unterschiedlichsten Gründen ihre Wohnung verloren haben, sind alle in Wohnunterkünften untergebracht“, bestätigt Laufer. Freiwillig draußen Lebende, die nicht in Unterkünfte gehen wollen, sind der Stadt nicht bekannt. „Wenn jedoch Nichtsesshafte von städtischen Mitarbeitern angetroffen werden, stellt die Stadt ihnen sofort Notschlafstellen zur Verfügung“, betont Laufer.