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Dormagen: So leuchtet Dormagen

Dormagen : So leuchtet Dormagen

Die Straßenbeleuchtung in Dormagen besteht aus genau 8988 Lampen, die in 7650 so genannten Leuchtstellen zusammengefasst sind. Ab 2007 wurde die Hälfte der Lampen in energiesparendere Modelle ausgetauscht.

Wenn es Nacht wird in Dormagen, brennen die Laternen, um Straßen, Gehwege und Plätze zu erhellen: insgesamt leuchten 8988 Lampen in Dormagen. Die Straßenbeleuchtung ist in 7650 so genannten Leuchtstellen zusammengefasst. Denn in einer Laterne können schon mal mehrere Lampen nötig sein. Insgesamt 138 Schaltstellen sorgen dafür, dass die Beleuchtung angepasst an die herrschende Lichtintensität ein- und ausgeknipst wird.

Foto: Jazyk, Hans

Vor knapp fünf Jahren wurde zur Kostensenkung ein Leucht-Konzept des Unternehmens Horlemann Elektrobau GmbH eingeleitet, das am 1. April 2008 mit dem Einspargarantie-Vertrag mit der Stadt Dormagen besiegelt wurde. Dabei wurden 4929 alte Quecksilberdampf-Hochdrucklampen an den Straßenzügen gegen 4580 effizientere und energiesparendere Natriumdampf-Hochdrucklampen ausgetauscht. Zusätzlich dazu rüstete die Firma die Schaltstellen mit 160 neuen Spartransformatoren aus. Die gesamten Sanierungskosten beliefen sich schließlich auf rund 670 000 Euro. "Dieses Projekt konnte, dank des Energieeinspar-Contractings ohne direkte Finanzierung der Stadt geschehen", erzählt Lothar Brenner von den Technischen Betrieben Dormagen (TBD). "Nach dem Vertrag finanziert die Firma Horlemann den Umbau, wofür sie noch bis Ende dieses Jahres 9,9 Cent pro gespartem Kilowatt pro Stunde (kWh) erhält." Die Einsparung betrug nach dem ersten Jahr bereits 44 Prozent, ein Ergebnis, das seither gehalten wurde. Dieser Prozentsatz entspricht etwa 1,4 Millionen kWh und 830 Tonnen Kohlendioxid. Dafür erhielt die Horlemann rund 140 000 Euro pro Jahr. "Dennoch bringt der Stadt diese Modernisierung einiges an Einsparungen ein", sagt Harald Schlimgen, Pressesprecher der Stadt. Diese Einsparungen könnten ab 2013, nach Auslaufen des Vertrags, der Entlastung des städtischen Haushalts zugute kommen.

Foto: Jazyk, Hans

Zum größten Teil bestehen die Verbesserungen darin, dass die Lichtintensität nun stufenweise abgeschwächt werden kann. "Es wurden Spartraffos installiert, die mit einem Dämmerungssensor versehen sind", erklärt Brenner. Diese Sensoren reagieren auf die Gradzahl und Helligkeit der Umgebung und schalten sich ein. Ab 22 Uhr dimmen sie das Licht wegen nachlassenden Verkehrsaufkommens. "So wird Strom eingespart, und dennoch muss niemand im Dunkeln nach Hause gehen."

In Dormagen finden sich verschiedene Laternen-Arten: Bild 1 (v.l.) zeigt eine Latern an der Kölner Straße in der Stadtmitte, die Bilder 2 und 3 die zur Architektur Passenden Laternen der Zonser Altstadt und Bild 4 die klassischen Laternen entlang der L280. Foto: Hans Jazyk

Beschlüsse zur Straßenbeleuchtung werden im Rat getroffen, Umsetzung und Kauf erfolgen über die TBD. In Zukunft werden bei neuen Leuchtstellen nur noch LED-Lampen verwendet, um die Einsparungen zu optimieren. Wird so eine zusätzliche Einsparung von mindestens 60 Prozent erreicht, erhält Dormagen eine Förderung vom Bund.

(NGZ)