1. NRW
  2. Städte
  3. Dormagen

Dormagen: So geht Rudern auf dem Rhein

Dormagen : So geht Rudern auf dem Rhein

Etwa 100 aktive Ruderer hat die Dormagener Rudergesellschaft (DRG) Bayer. Vom Bootshaus Piwipp in Rheinfeld aus starten sie zu Fahrten auf dem Rhein. Dabei sind Kondition, Kraft und Kameradschaft gefragt.

Vor dem ersten Schlag im Wasser steht der Schweiß: Das blau-weiß gestrichene Holzboot "Marathon" muss vom Bootshaus Piwipp über Stufen und Schrägen eine "Etage" tiefer zum Steg, der Pritsche, getragen werden. Dort lässt es die Rudermannschaft über eine Rolle ins Wasser gleiten, bevor es an einer Leine parallel zum Holzsteg geführt wird, damit die Besatzung einsteigen kann. Etwa 100 Mitglieder der Dormagener Rudergesellschaft (DRG) Bayer üben ihren Wassersport aus.

"Rudern macht einfach Spaß", sagt Cornelia Baumgarten. Ihr Mann Ulrich Milbacher, zweiter Vorsitzender der DRG Bayer, ergänzt: "Sport auf dem Wasser ist etwas Besonderes, eine gut aufeinander abgestimmte Crew ist schnell."

Fix ist auch das Team der "Marathon": Jeweils zwei Ruder, die Skulls, trägt jeder der vier Ruderer zum Boot, um sie in die Aufhängung, die Dolle, einzulegen. Der fünfte Mann im "Vierer Mit" ist der Steuermann, der das Holzsteuer im Heck des Bootes anbringt. Mit einem Seil kann Klaus Milbacher dem Holzboot die gewünschte Richtung geben, dazu gibt er seiner mit dem Rücken zur Fahrtrichtung sitzenden Mannschaft — Schlagmann Dieter Simons, dahinter Hermann-Josef Kreutz und Jürgen Strusch, Bugfrau Uta Strusch — Kommandos wie "Ruder Halt"und behält den Schiffsverkehr im Auge.

Wenn der Steuermann als erstes eingestiegen ist, treten die vier Ruderer mit einem Bein auf den Balken vor ihrem beweglichen Rollsitz und stoßen sich möglichst synchron mit dem anderen Bein von der Pritsche ab, wobei sie die Skulls in beiden Händen halten, um das Gleichgewicht des Bootes zu bewahren. Mit ein paar vorsichtigen Schlägen gleitet die "Marathon" auf den Rhein, dann heißt es: "Alles voraus und los."

Die Füße der Ruderer ruhen auf dem Stemmbrett, jede Hand fasst ein Skull, das ins Wasser getaucht und mit kraftvollem Armzug nach vorn gezogen wird. Gemeinsam rollen die Ruderer auf ihren Rollsitzen im gleichen Takt, durch die Verdrängung des Wassers bewegt sich das Boot durch die Wellen. Beim Zurückkommen muss der Steuermann eine "Gegenstromanlege" an der Pritsche vollführen, um jederzeit manövrierfähig zu bleiben.

Hier geht es zur Bilderstrecke: So geht Rudern auf dem Rhein

(NGZ)