Dormagenerin Uschi Malzburg bei „Shopping Queen“ „Ich bin eher die Koch-Maus als die Shopping-Maus“

Dormagen · Die stadtbekannte Hobby-Köchin Uschi Malzburg war nun bei „Shopping Queen“ zu sehen. Wie sie die Woche erlebt hat und was sie in Zukunft noch vor hat.

 Mit diesem Outfit wurde Uschi Malzburg Shopping Queen in Düsseldorf. Die Perücke will sie nun versteigern.

Mit diesem Outfit wurde Uschi Malzburg Shopping Queen in Düsseldorf. Die Perücke will sie nun versteigern.

Foto: Jil Knopp

Nicht schlecht dürften einige Dormagener gestaunt haben, als sie Ende Januar die Sendung „Shopping Queen“ einschalteten. Denn dort war ein bekanntes Gesicht zu sehen: Uschi Malzburg, die vielen sonst eher aus diversen Kochsendungen bekannt ist, wagte sich dieses Mal an eine etwas andere Sendung.

Bei der Sendung treten fünf Frauen an fünf Tagen gegeneinander an, um „Shopping Queen“ zu werden. Das Motto der Shopping-Woche in Düsseldorf lautete diesmal: „Love is in the hair – entdecke mit deiner Perücke neue Facetten deiner Persönlichkeit!“ Die Echthaarperücken wurden den Frauen in der Sendung zugelost, Malzburg bekommt eine mit dunkelbraunem, glattem Haar. Mit 500 Euro und vier Stunden Zeit im Gepäck galt es dann, ein passendes Outfit rund um die Perücke zu gestalten. Sie entscheidet sich für eine Kombination aus beigem Hut, Lederhose, schwarze Absatzstiefeletten, beiger Bluse und Poncho. Zwei Mal zehn und zwei Mal neun Punkte gab es dafür von ihren Mitstreiterinnen, auch Guido Maria Kretschmer ist überzeugt – Uschi Malzburg gewinnt damit die Shopping-Woche.

Am wenigsten fassen kann das sie selbst: „Ich lache mich jeden Tag kaputt deswegen. Ich als alte Maus werde Shopping Queen von Düsseldorf“, sagt sie lachend. Mit ihren 71 Jahren war sie die älteste Kandidatin der Woche. Die Teilnahme an der Sendung war zunächst außerhalb ihrer Komfortzone. Als sie dafür angefragt wurde, habe sie erst ablehnen wollen, sagt sie. „Ich hasse eigentlich Shoppen, ich shoppe gar nicht gerne“, gibt sie lachend zu. „Aber meine Freundinnen haben mich dann überredet.“ Heute ist sie froh darüber:„Es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Das waren vier tolle Frauen“, schwärmt sie von ihren Mitkandidatinnen. Wir sind immer noch befreundet und gehen manchmal zusammen einkaufen. Und ich bringe ihnen das Kochen bei.

Die handgemachte Echthaarperücke aus der Sendung, die sie mitsamt ihrem Outfit behalten durfte, will sie nun versteigern. Das Geld soll für gute Zwecke gespendet werden, deshalb hofft Malzburg, dass eine stattliche Summe dafür zusammenkommt. „Es ist ja auch eine Gewinnerperücke“, sagt sie. Wohin das Geld genau gehen soll, hat sie noch nicht festgelegt, aber sie wolle, dass es Kindern in Dormagen oder im Rhein-Kreis zugute kommt.

So schön die Erfahrung bei „Shopping Queen“ auch war – in Zukunft möchte sie sich lieber weiter dem Kochen widmen. „Ich bin eher die Koch-Maus als die Shopping-Maus“, sagt sie. „Das liegt mir einfach eher.“ Ab April möchte sie in Kooperation mit der Vorsitzenden der Dormagener CDU, Anissa Saysay, eine kostenlose Kochkurs-Reihe für Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren anbieten. Der Schwerpunkt liegt auf gesunder Ernährung. Beim Kochen soll alles vollständig verwertet werden. „Ich bin total gegen Fertigprodukte. Früher haben wir noch Spinat am Wegesrand gepflückt und frisch gekocht. Heute wissen viele Jugendliche kaum noch, was Petersilie ist“, sagt die gebürtige Österreicherin. In der Küche kreativ zu sein, bewusst mit Lebensmitteln umzugehen und auf Qualität zu achten – das wolle sie an Jugendliche weitergeben. „Eine gute Küche ist einfach Lebensqualität.“

Entgegen dem weitverbreiteten Glauben müsse gesunde Ernährung zudem nicht teuer sein. Wie man gesund, lecker und trotzdem günstig kochen kann, hat Malzburg bereits in der Sendung „Das Spardinner“ unter Beweis gestellt, in der sie für nur 20 Euro ein Drei-Gänge-Menü für fünf Personen zubereitete. „Ich liebe es, etwas aus dem Nichts zu zaubern“, sagt sie.

In etwa acht Kochsendungen war Malzburg nach eigenen Angaben bereits zu sehen, hat bereits mit berühmten Köchen wie Johann Lafer, Alfons Schuhbeck oder Ralf Zacherl gekocht. Das heißt jedoch noch lange nicht, dass nun Schluss ist: Sie sei offen für mehr, sagt die 71-Jährige. „Da kommt bestimmt noch was.“

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