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Seniorenheim in Dormagen: Besuchshütten nach Corona wieder verwendbar

Seniorenheim in Dormagen : Kreative Ideen zur weiteren Nutzung der Besuchshütten

Am Augustinushaus wurde die dritte Besuchshütte der Bürgerstiftung aufgestellt. „Hoch willkommen in der Corona-Zeit“, urteilt Seniorenheim-Leiter Thomas Schindler. Es gibt erste kreative Ideen zur weiteren Nutzung.

Einen „Segen zur richtigen Zeit“ nennt Thomas Schindler die Besuchshütte der Bürgerstiftung, die seit voriger Woche auf dem Außengelände des Augustinushauses zwischen Haupthaus und Hausgemeinschaft steht.

Der Leiter des Seniorenpflegeheims an der Krefelder Straße freut sich darüber, damit vielen Angehörigen und Bewohnern in der Corona-Pandemie ganz viel Nähe und Kontakt zu ermöglichen: im geschützten Raum, der mit einer Glasscheibe getrennt  und zwei verschiedenen Eingängen versehenen ist und nach jedem Besuch desinfiziert wird. „Trotz der Mehrarbeit dadurch erleichtert das unsere Arbeit mit den Senioren ganz enorm“, sagt Schindler, der von „sehr positiven Reaktionen“ der Familien berichtet.

Noch viele Wochen lang wird die Besuchshütte für ihren eigentlichen Zweck, die geschützte Begegnung von Bewohnern und Besuchern, eingesetzt werden, wie Einrichtungsleiter Schindler betont: „Im Altenheim selbst sind Besuche noch nicht zugelassen, die Lockerungen gelten nur für Dienstleister wie Frisöre und Fußpfleger oder Ärzte und Therapeuten.“

Auch dürfe es keine Großveranstaltungen im Haus geben, zudem haben auch die zahlreichen Ehrenamtler noch keinen Zutritt ins Augustinushaus: „Wir haben strengere Auflagen als öffentliche Gebäude“, weist Schindler auf den nötigen Schutz der Bewohner und des Personals hin. „Da kam die Idee der Bürgerstiftung, die unkompliziert und schnell innerhalb von zwei Wochen umgesetzt wurde, genau richtig, um den Außenkontakt zu ermöglichen“, lobt Schindler.

In den nächsten Wochen soll die weiße Hütte von außen noch verschönert werden. Auch für die Nachnutzung gibt es bereits Ideen: „Wir werden auf keinen Fall ein Gartenhäuschen für Geräte daraus machen, dafür ist es viel zu schade“, sagt Schindler. Erste kreative Ideen gibt es bereits, die Hütte soll ein Ort für die Bewohner bleiben. Das gibt dem Soziale Dienst neue Möglichkeiten für Betreuung und Programm.

Die erste baugleiche Hütte wurde bereits im Seniorenzentrum Markuskirche und eine zweite im Caritas-Seniorenzentrum Nievenheim aufgestellt, wo sie großen Anklang gefunden haben. „Das Telefonat oder das Online-Video-Gespräch ersetzt nicht den persönlichen Kontakt“, hatte Diakonie-Vorstand Bernd Gellrich bei der Hütten-Übergabe an der Markuskirche gesagt.

Auch in Horrem und Nievenheim sollen sie weiterhin genutzt werden, wenn die Lockerungen der Corona-Schutzverordnung irgendwann wieder direkte Besuche in den Senioren ermöglichen sollten. Wieder verwendbar ist sie für andere kontaktlose Begegnungen und Gespräche.

Übergeben wurde die dritte Bürgerstiftungs-Besuchshütte von den Vorstandsmitgliedern Agnes Meuther, Ramona Klein und Dirk Rosellen. „Wir freuen uns sehr, dass die Besuchshütten auf solch positive Resonanz stoßen und wir hier in einer ungewöhnlichen Zeit unterstützen konnten“, so die stellvertretende Bürgerstiftungs-Vorsitzende Agnes Meuther.

Der Dank gehöre Christoph Hüsgen vom Holzprofi Hüsgen, Andreas Aretz von AcousticCologne und dem Architekten Martin Reimer. Die VR Bank hat die Hälfte des erforderlichen Betrages als Spende zur Verfügung gestellt, auch der Förderverein des Augustinushauses und private Spender haben zur Umsetzung beigetragen. Es habe bei VR Bank und im Förderverein gar keine langen Diskussionen gegeben, dieses Projekt zu unterstützen, weil alle sofort von dem Nutzen überzeugt gewesen seien.

Eine vierte Besuchshütte wird demnächst vor einem Altenheim in Dormagen aufgestellt: „In Kürze folgt mit der Besuchshütte für das Dormagener Alloheim der Abschluss des Projekts. Hier laufen aktuell die letzten Vorbereitungen, so dass auch diese Besuchshütte bald aufgebaut werden kann“, berichtete Ramona Klein.

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