Seifenlauge auf A57: Bei Dormagen droht Vollsperrung wegen Reparatur

Zwischen Neuss und Köln : A 57 droht Vollsperrung wegen Seifenlauge auf der Fahrbahn

In der kommenden Woche wird Straßen.NRW die Fahrbahn der Autobahn 57 zwischen Neuss-Süd und Köln-Nord überprüfen. Möglicherweise muss die Fahrbahn abgefräst werden. Dann drohen Sperrungen.

Noch steht das Ergebnis der Fahrbahn-Untersuchung nicht fest, zu befürchten sind jedoch weitere Sperrungen und Staus. Die A 57 war von Mittwochabend bis Donnerstagabend zwischen Neuss-Süd und Köln-Nord in Fahrtrichtung Süden bereits gesperrt, weil auf beiden Fahrstreifen über eine Länge von mehr als zehn Kilometern Seifenlauge verteilt war, die einen rutschigen Film gebildet hatte.

„Wir messen nächste Woche die Griffigkeit der betroffenen Strecke“, erklärte Sabrina Kieback, Sprecherin des Landesbetriebs, am Freitag. Dann werde entschieden, ob die zurzeit geltende Tempo-Reduzierung rund um den Dormagener Abschnitt der A 57 auf 60 Kilometer pro Stunde bei Nässe aufgehoben werden kann.

Falls der Regen die restliche Seife aus dem grobporigen Asphalt nicht weggewaschen haben sollte, müssen stärkere Maßnahmen ergriffen werden, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, wie Kieback erläutert. „Dann müssen wir vielleicht mit einer Mikrofräse die Oberfläche der Fahrbahnen wieder so anrauen, dass der Grip wieder hergestellt wird“, sagt sie. Im schlimmsten Fall droht eine Vollsperrung zu Reparaturzwecken: „Wenn wir den Asphalt ein paar Zentimeter abtragen und neu aufbauen müssen, geht das nur über eine Vollsperrung an einem Wochenende“, sagt Sabrina Kieback.

Die aufwendigen Reinigungsarbeiten dauerten den gesamten Donnerstag über an. Foto: Dieter Staniek

Am späten Mittwochabend war zwischen Dormagen und Köln Seifenlauge ausgelaufen. In Fahrtrichtung Köln gab es daher in der Folge eine Vollsperrung zwischen dem Dreieck Neuss-Süd und dem Kreuz Köln-Nord bis Donnerstagabend. Wie die Seifenlauge auf die A57 gelangt ist, ist bislang unklar.

(cw-)