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Schwimmbad in Dormagen: Förderverein der Römer-Therme steht vor Neubeginn

Schwimmbad Dormagen : Förderverein der Römer-Therme steht vor Neubeginn

Dass der Neustart gelingt, davon ist Andreas Behncke überzeugt: „Wir werden einen neuen Vorstand hinbekommen“, sagt der Vorsitzende.

Aktuell gibt es zwar einen Vorstand, aber dieser ist nur geschäftsführend tätig, nachdem bei der Mitgliederversammlung niemand bereit war, ein Vorstandsamt zu übernehmen.

Ende vergangenen Jahres stand der Förderverein vor dem Aus. „Da ging es um die Frage, ob wir Kandidaten für die Vorstandsposten finden oder ob wir den Verein auflösen müssen, weil sich niemand bereit erklärt“, so Behncke. Es fand sich niemand, aber die Mitglieder beschlossen, im Mai einen neuen Anlauf zu nehmen.

Fest steht schon jetzt, dass Behncke, der seit 2016 im Amt ist, erneut für den Vorsitz kandidieren wird. Ebenso hat der bisherige Vize Frank Kaldenpoth erklärt, weiterhin im Vorstand mitzumachen. Nicht mehr zur Verfügung stehen Geschäftsführer Bernd Lewerenz und Schriftführerin (und Kassiererin) Anja Jungmann. „Ich habe etliche Gespräche geführt und Kandidaten gefunden, die mitmachen wollen. Namen möchte ich jetzt noch keine nennen“, sagt Behncke.

Als es 2012/2013 darum ging, die Römer-Therme zu erhalten und mit einem jährlichen Zuschuss zu den Betriebskosten zu weiten Teilen mitzufinanzieren, lautete eine der Bedingungen, einen Förderverein zu gründen. Der sollte einen Beitrag zur Finanzierung des Ganzjahresfreibades leisten. Das hat sich allerdings angesichts eines Jahresbeitrags von 60 Euro als unrealistisch herausgestellt. „Wir können kleinere Unterstützungen leisten“, sagt der Vorsitzende. Das waren beispielsweise der Riesenschirm samt Sitzgelegenheiten in 2018 oder die neue elektrische Eingangstür im vergangenen Jahr.

Die Stadt muss seit 2017 erstmals den vereinbarten Maximalbetrag von 200.000 Euro zur Abdeckung des Defizits der Römer-Therme beisteuern. Das betrug 2017 430.000 Euro und 2018 462.000 Euro und wird für 2019 noch höher ausfallen, wie TSV-Geschäftsführer Frank Neuenhausen sagt. Er nennt notwendige Instandhaltungen und Sanierungen als Grund. Die Stadt zahlt inklusive Steuern jeweils 232.000 Euro. Zum Vergleich: 2014 betrugt das Defizit 327.000 Euro.

(schum)