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Dormagen: Schwarzer Humor und "Leichen" in Ückerath

Dormagen : Schwarzer Humor und "Leichen" in Ückerath

Die neue Mundart-Theatergruppe "Ückerather Schwaadlappe" führt Mitte Oktober drei Mal einen Comedy-Thriller auf.

Die Proben laufen gut — das sollten sie auch, denn in einem Monat müssen Texte, Mimik und Gestik sitzen, denn dann treten die "Ückerather Schwaadlappe" zum ersten Mal vor großem Publikum im Saal von "Manes am Bösch" in Ückerath auf. Dabei geht es um Leichen und um Geheimnisse, die für viele Lacher sorgen werden. Die Vorstellungen der Komödie mit viel schwarzem Humor sind für Freitag, 11. Oktober, um 20 Uhr, Samstag, 12. Oktober, um 19 Uhr und Sonntag, 13. Oktober, um 17 Uhr angesetzt. Der Vorverkauf der zehn Euro teuren Karten ist am 6. und am 13. September jeweils von 17 bis 19 Uhr bei "Manes am Bösch".

Foto: ON

Die im Sommer vor einem Jahr gegründete Mundarttheatergruppe um den Vorsitzenden Manfred Fiedler führt das Stück "Kick nit unger 'et Ruusebeet" in rheinischer Mundart auf, die Vorlage "Schau nicht unters Rosenbeet" von Norman Robbins wurde von den Theatermachern Sabine Misiorny und Tom Müller aus Broich überarbeitet. "Es hat sehr viel Spaß gemacht, das Mundartstück einzustudieren", erklärt Sabine Misiorny, die mit ihrem Mann Tom Müller das beliebte "M&M-Theater" bildet. Beide haben als Künstlerische Leitung die Krimikomödie auch mit den "Ückerather Schwaadlappe" geprobt. "Wir wohnen ja in Gohr-Broich, quasi im Nachbarort von Ückerath, auch da hören wir gern, wenn Mundart gesprochen wird", erzählt Sabine Misiorny. "Auch wenn wir nicht jedes Wort verstehen", ergänzt Tom Müller lachend. Wie beim Galerietheater Zons, dessen Aufführung von "Die Hölle wartet nicht" beim Theatersommer — und heute um 20 Uhr in der "Kulle" — Misiorny und Müller inszeniert haben, treffen Amateur-Schauspieler mit viel Engagement auf Bühnen-Profis. "Das finden wir sehr reizvoll, die Möglichkeiten der Darsteller zu erkennen und zu fördern", betont Müller. Nur eins erwarten die beiden: "Absolute Ernsthaftigkeit im Spiel — was gerade bei komischen Elementen schwierig sein kann." Das Ensemble kann sich auf die Hinweise der Regisseure verlassen.

Bei den "Ückerather Schwaadlappe" geht es Mitte Oktober um das Erbe des alten Jungverdorben, der gerade gestorben ist. Zum Entsetzen seiner Kinder wurde auch Rosamunde Pilsner, Autorin romantischer Frauenromane, zur Testamentseröffnung eingeladen. Der Unmut unter den Geschwistern ist groß, dabei birgt jedes einzelne selbst ein Geheimnis, das niemals nach außen dringen darf. Die langjährige Haushälterin Agnes, die beinahe immer ihr Fleischerbeil bei sich trägt, und die private Krankenschwester Olga mit ihrem umfangreichen Spritzen-Sortiment sind auch nicht gerade besonders Vertrauen erweckend. In dieser Komödie mit viel schwarzem Humor fällt einer nach dem anderen einem raffgierigen Mörder zum Opfer. Und immer, wenn der Zuschauer glaubt, den Täter zu kennen, kommt es anders, als er denkt.

Die Schwaadlappe sind auch unter www.ückerather-schwaadlappe.de im Internet zu finden.

(NGZ)