Dormagen: Schulstreit: Ministerin soll für Delhoven Ausnahme machen

Dormagen : Schulstreit: Ministerin soll für Delhoven Ausnahme machen

Gemeinsam mit Bürgermeister Erik Lierenfeld versuchen die Eltern der künftigen Erstklässler der Tannenbuschschule, von Schulministerin Sylvia Löhrmann eine Ausnahmegenehmigung zu erhalten. Ausnahmsweise soll in Delhoven eine zweite Eingangsklasse gebildet werden dürfen, um zu verhindern, dass 13 von 44 dort angemeldeten Kindern täglich per Bus zur Verbundschule nach Straberg transportiert werden müssen.

In einem zweiseitigen Brief an die Schulministerin versuchen die Eltern, die aus ihrer Sicht besondere Situation deutlich zu machen. Sie führen dabei mehrere Argumente ins Feld: Zum Beispiel, dass bei ihrer Zustimmung im vergangenen Jahr für diesen Schulverbund mit Straberg "nicht abzusehen war, dass die Entscheidung zu einem Verfrachten eines Drittels des Delhovener Jahrgangs in den anderen Standort führen würde". Weiterhin sei bei der jetzt geplanten Lösung klar, dass aufgrund der beiden mit jeweils 29 Kindern prall gefüllten Klassen in Delhoven und Straberg "die Aufnahme eines oder mehrerer, aus der jetzigen ersten Klasse möglicherweise zurückgestuften Kindes, damit praktisch ausgeschlossen ist". Auch die Aufnahme von Flüchtlingskindern sei nicht möglich. Hinzu könne es zu der Situation kommen, dass ein andersgläubiges Kind an die katholische Grundschule in Straberg müsse.

Bürgermeister Lierenfeld unterstützt in einem Schreiben an Löhrmann die Haltung der Eltern und spricht von einer "besonderen Härte für betroffene Kinder". Er bittet die Ministerin darum, zu prüfen, ob nicht in diesem "besonderen Fall" die Bildung einer (stadtweit gesehen) 32. Eingangsklassemöglich wäre.

(schum)