Schulstart in Dormagen: Stadt will Schulweg sicherer machen

Schulstart in Dormagen : Stadt will Schulweg sicherer machen

Am Mittwoch beginnt das neue Schuljahr, am Donnerstag folgt der erste Schultag für 546 i-Dötzchen in Dormagen. Die Stadt verstärkt gemeinsam mit der Polizei die Kontrollen der Autofahrer zum Schulbeginn.

Einfach mal eben am Straßenrand halten, nur mal schnell was erledigen und dabei kräftig aufs Gaspedal treten oder mit den Blicken ganz woanders, zum Beispiel auf dem Smartphone, sein – Autofahrer halten sich nicht immer an die Verkehrsregeln. Gerade jetzt, wenn am Mittwoch die Schule nach den Sommerferien wieder beginnt und am Donnerstag 546 i-Dötzchen an den 13 Grundschulen in Dormagen ihre Schullaufbahn beginnen, ist Rücksicht besonders angebracht. Gerade Grundschüler können übersehen werden. Denn die Gefahren sind vielfältig: Unter Zeitdruck gestresste Eltern, die zur Schule hetzen, Zweite-Reihe-Parker oder das Blockieren von Radwegen.

Daher reagiert auch die Stadt Dormagen auf diese besondere Situation und möchte helfen, dass der Schulweg für die Kinder, vor allem die kleinen, sicherer wird: „Deshalb werden das Ordnungsamt und die Polizei ab Mittwoch, 28. August, verstärkte Schulwegkontrollen durchführen“, so Stadt-Pressesprecherin Christina Böttner.

„Wir sprechen gezielt Bürgerinnen und Bürger an und machen sie auf ihr Fehlverhalten aufmerksam“, sagt Thomas Rütten vom städtischen Ordnungsamt. Er weiß aus Erfahrung: „Die meisten von ihnen sind einsichtig, wenn sie auf die Gefahren hingewiesen werden.“

Ziel der Aktion ist es, möglichst viele Autofahrer zu sensibilisieren, um so präventiv für einen sicheren Schulweg zu sorgen. Deshalb verteilt das Ordnungsamt einen sogenannten „Denkzettel“. Dieser weist nochmals auf die unterschiedlichen Gefahren hin, wie etwa das Halten und Parken in zweiter Reihe oder das Halten auf Radwegen. Die Kontrollen werden im gesamten Stadtgebiet ausgeführt – vornehmlich an den Grundschulen, aber auch an den Kindergärten.

Viele Eltern üben mit ihren Kindern den sicheren Schulweg ein. Einige Schulen helfen dabei, indem sie Pläne ausgeben. Die Stadt selbst gibt keine Wegeskizzen aus, so Christina Böttner: „Dies machen wohl teilweise die Schulen selbst.“ Allerdings gibt die Stadt den Eltern sieben Tipps für einen sicheren Schulweg:
1) Einen sicheren Schulweg festlegen und mit dem Kind einüben: Nicht immer ist der kürzeste Weg auch der sicherste. Je öfter Sie den Weg im Voraus mit Ihrem Kind ablaufen, desto besser beherrscht es ihn später allein. Achten Sie darauf, dass Sie den Weg zur gleichen Zeit ablaufen, zu der Ihr Kind später den Schulweg gehen soll. So haben Sie einen Eindruck vom Verkehrsaufkommen und eventuellen Herausforderungen. Es empfiehlt sich, alternative Schulwege aufzuzeigen, falls mal eine Straße gesperrt ist. Auch wenn sich ihr Kind unsicher fühlt, kann es auf eine andere Route ausweichen. Sich auf dem Schulweg gut auszukennen, stärkt das Selbstbewusstsein und die Selbstständigkeit.
2) Hektik und Stress vermeiden. Planen Sie morgens genügend Zeit ein. Ihr Kind sollte nicht gestresst und durchgeschwitzt an der Schule ankommen, weil es wegen Zeitdruck rennen musste. Ein schwerer Schulrucksack oder Sportbeutel können zusätzlich belasten.
3) Wegmarkierungen wie Straßenschilder, Gebäude oder Kunstwerke als kleine Gedächtnisstütze finden.
4) Laufgemeinschaften bilden und gemeinsam zur Schule gehen. Falls Mitschüler in der Nähe wohnen, bietet sich eine Laufgemeinschaft an.
5) Durch Verkehrserziehung das Kind frühzeitig sensibilisieren und ihm klare Regeln vermitteln. Der ADFC empfiehlt, Kinder erst mit dem Rad zur Schule fahren zu lassen, wenn sie geübt sind und sich vorausschauend im Straßenverkehr bewegen.
6) Gut sichtbare Kleidung, bestenfalls in hellen, auffälligen Farben tragen. Auf Reflektoren an Jacke oder Rucksack achten.
7) Fahrgemeinschaften bilden, sollten Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht werden müssen. Parken Sie nicht direkt vor der Schule, sondern setzen Sie Ihr Kind vorher ab.

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