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Schulen in Dormagen: Zentrum will Luftfilter in Klassenräumen

Schulen in Dormagen : Zentrum will Luftfilter in Klassenräumen

Seit Monaten schwelt ein Streit vor allem zwischen der Zentrumsfraktion und der Stadt um den Einsatz von Luftfiltern an Schulen. Jetzt gibt es eine neue Forderung.

Die Zentrumsfraktion bleibt beim Thema Luftfilter hartnäckig am Ball: Weil aus ihrer Sicht in Dormagen viel zu wenig getan wird, damit an den städtischen Schulen in der Corona-Pandemie bessere Lernbedingungen herrschen, richtet sie jetzt eine klare Handlungsaufforderung an die Stadt. „Es zieht sich wie ein roter Faden durch das Missmanagement der Verwaltung. Kinder werden in schimmeligen Kellern unterrichtet, benötigte Raummodule nicht bestellt und bei Luftfiltern wartet man auf eine Förderung, anstatt zu handeln.“ Fraktionsvorsitzender Hans-Joachim Woitzik folgert: „Kindeswohl spielt bei der Dormagener Verwaltung offensichtlich keine Rolle.“

Bereits im November 2020 hatte das Zentrum das Thema auf die Tagesordnung des Stadtrates gesetzt, hatte sich für Hepa 14-Filter stark gemacht und war mit diesem Anliegen gescheitert. „Dabei war schon im Oktober 2020 die Förderfähigkeit bekannt, auch NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer befürwortet den Einsatz von Luftfilteranlagen in Klassenräumen als Maßnahme gegen das Coronavirus.“

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Das Hauptargument des Zentrums lautet: Das aktuelle Lüftungskonzept zur Begegnung der Corona-Problematik sei bei sinkenden Temperaturen „energetisch fragwürdig“ und technisch an vielen Dormagener Schulen kaum durchführbar. Michael Kirbach erläutert: „Die entsprechende technische Regel für Arbeitsstätten sieht für Klassenräume eine Mindesttemperatur von 19 Grad vor, wobei das Einhalten dieser Vorgabe kaum erfassbar ist.“ Durch das „Stoßlüften“ sei zudem eine gesundheitliche Beeinträchtigung von Lehrern und Schülern in den kalten Monaten zu befürchten.