Schulen in Dormagen: Andrea Hurtz ist neue Leiterin der Gesamtschule

Bildung in Dormagen : Die neue Leiterin der Gesamtschule

Nach einem tollen Empfang durch Lehrer und Schüler fühlt sich Andrea Hurtz schon in Nievenheim heimisch. Dort möchte die promovierte Leiterin der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule viel bewegen.

Die „tolle Willkommenskultur“ an der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule in Nievenheim habe ihr den Start sehr leicht gemacht, wie die neue Schulleiterin Andrea Hurtz erklärt: „Es ist eine sehr gute Schule mit gutem Ruf über Dormagen hinaus, auf die ich mehr sehr gefreut habe.“ Seit Montag ist die 58-Jährige nun die erste Chefin von etwa 120 Lehrern, die 1350 Schüler unterrichten. Auch als Schulleiterin gibt sie Unterricht in Englisch und Gesellschaftslehre, was ihr sehr am Herzen liegt: „Mein Beruf ist auch meine Berufung: Kindern etwas mit auf den Weg zu geben, sie zu motivieren und ihre Fähigkeiten zu verbessern, hat mir immer schon Spaß gemacht.“

Der sympathischen Schulleiterin ist besonders wichtig, die Talente der Schüler individuell zu fördern, um auch scheinbar Schwachen ein Erfolgserlebnis zu bieten: „So verstehe ich auch den Auftrag zur Inklusion: Alle Schüler mitnehmen und die Begabung jedes Schülers suchen und fördern“, will sie Begabten- mit Begabungsförderung verbinden. Generell möchte Andrea Hurtz die Schulentwicklung vorantreiben: „Da möchte ich gern das Profil der Gesamtschule als Sportschule NRW noch weiter schärfen.“ Sich selbst bezeichnet sie als „Herzblut-Gesamtschullehrerin“.

Geboren in Koblenz, wohnt Andrea Hurtz nach vielen Stationen (Rheinland, Hessen, Saarland, Österreich) seit drei Jahren in einer Lebenspartnerschaft in Rommerskirchen. Sie hat einen 28 Jahre alten Sohn. Mit Hund Lotta geht sie gern durch die Felder, sie liebt Fitness und Wellness, aber auch das Reisen, Lesen und Gärtnern.

Vor der Elternzeit ab 1991 war sie als Touristik-Managerin tätig – einer ihrer Traumberufe außer Lehrerin für Englisch und Geographie. „Beide Berufswünsche habe ich mir erfüllt“, sagt sie jetzt. Studiert hat sie diese Fächer zunächst auf Lehramt in Wuppertal, um dann 1985 in Bonn Anglistik, Geographie und Allgemeine Sprachwissenschaft mit dem Magister abzuschließen. Wegen fehlender Lehrerstellen ging sie in die Bildungstouristik, bis sich die Lage zu Beginn der 1990-er Jahre änderte, so dass sie ihr Lehrerstudium vollendete, in Sozialgeographie promovierte und ein Werkvertragsstipendium nutzte. Da sie mit 37 Jahren zu alt für ein Referendariat war, arbeitete sie bis 2002 als Projektmanagerin, bis sie als Quereinsteigerin „endlich Lehrerin“ werden durfte. Andrea Hurtz erhielt zudem einen Lehrauftrag am Institut für Geographie und ihre Didaktik der Uni Köln. Zusätzlich war sie im Regionalen Bildungsbüro Köln für die Kooperation und Netzwerkbildung in Schulentwicklung, Steuergruppenqualifizierung und Ausrichtung von Schulleitungsfortbildungen verantwortlich.

An der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule gefällt ihr die Atmosphäre und die Durchmischung der Schüler sehr gut: „Mit dem engagierten Lehrerkollegium gemeinsam möchte ich die Schule in die Zukunft führen“, sagt Andrea Hurtz. Die gut funktionierende Gesamtschule in Nievenheim sei ein „Aushängeschild“ für die Stadt. Das möchte sie weiter ausbauen.

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