1. NRW
  2. Städte
  3. Dormagen

Schule in Dormagen: Zentrum fordert Einführung von Kurzstunden

Schule in Dormagen : Zentrum fordert Einführung von Kurzstunden in Schulen

Nach 30 Minuten Unterricht soll es eine Pause an der frischen Luft geben. Das Zentrum beruft sich auch auf die Arbeitsschutzverordnung.

Die Zentrumsfraktion spricht sich dafür aus, im neuen Schuljahr Kurzstunden einzufügen. Sie reagiert damit auf die mit Unterrichtsbeginn am Mittwoch geltende Maskenpflicht ab Klasse fünf. „Das Tragen eines Mund-Nasenschutzes stellt bei den aktuellen sommerlichen Temperaturen eine erhebliche Belastung für Schüler wie Lehrer dar“, sagt Fraktionsvorsitzender Hans-Joachim Woitzik. Daher fordert die Zentrumsfraktion die Verwaltung auf, über die Bezirksregierung Düsseldorf und das Schulamt für den Rhein-Kreis Neuss, den Schulbetrieb auf Kurzstunden umzustellen. „Dadurch könnten viele Schulen im Rhein Kreis Neuss von der Idee aus Dormagen ebenso profitieren. Das bedeutet 30 Minuten Unterricht pro

Schulstunde – danach sollten die Klassenverbände wechselseitig an der frischen Luft mit Abstand

eine Pause machen.“

„Viele unserer Fraktionsmitglieder sind oder waren in der Industrie tätig, arbeiten in der Chemie- oder Gießerei-Branche. Daher wissen wir aus eigener Erfahrung, was es bedeutet, den ganzen Tag mit einer Maske zu verbringen“, gibt Woitzik zu bedenken. Ferner sind die Raumtemperaturen sowie der Luftaustausch gemäß Arbeitsstätten-Grundverordnung zu überprüfen und einzuhalten. Der Klassenraum ist der Arbeitsplatz der Lehrer.

Das Zentrum ist überzeugt: „Die technischen Regeln für Arbeitsstätten lassen hier eigentlich keine Fragen offen. Obwohl schon zwei Hitzesommer hinter uns liegen, wir uns seit März in der Corona Krise befinden und seit fünf Wochen die Sommerferien laufen, können wir nicht erkennen, dass unsere Verwaltung hier vorsorglich adäquate Maßnahmen ergriffen hat“, sagt Geschäftsführer Michael Kirbach.

Thomas Freitag, Mitglied der Zentrumsfraktion im Schulausschuss, bemängelt fehlende Übersichten: „Würde es das von uns geforderte Liegenschaftsregister für städtische Gebäude bereits geben, wäre jetzt klar ersichtlich, wo welche Fenster verbaut sind, wie und ob diese sich öffnen lassen, und ob im jeweils betrachteten Klassenzimmer ein Luftaustausch in der geforderten Menge möglich ist“. Das Zentrum hofft, dass die Verwaltung das verbleibende Zeitfenster für entsprechende Vorbereitungen nutzen wird.

(schum)