Schulbezirke sichern drei Grundschulen in Rommerskirchen

Drei Grundschulen in Rommerskirchen : Kastanienschule bleibt erhalten

Der Bestand der Kastanienschule in Hoeningen bleibt ungefährdet.

Ab 1. August ist die Gemeinde nach einigen Jahren Pause wieder in Schulbezirke eingeteilt. Der Erhalt von drei Grundschulen in Rommerskirchen, Frixheim und Hoeningen zählt unabhängig von der politischen Couleur seit Jahrzehnten zu den Grundpfeilern der örtlichen Schulpolitik. Bürgermeister Martin Mertens hat dies in den vergangenen Jahren mehrfach bekräftigt. Der Rat hat sich in einer Grundsatzentscheidung hierfür ausgesprochen. Ein wichtiger Grund dafür, dass ab dem neuen Schuljahr 2019/2020 wieder Schulbezirke eingerichtet werden, ist denn auch nicht zuletzt der Erhalt der Kastanienschule in Hoeningen.

Der ist ausweislich der vom Schulamt vorgelegten Prognosen ungefährdet. Lediglich für das neue Schuljahr wurde nach den Worten von Schulamtsleiterin Monika Lange zunächst „eine sehr kleine Eingangsklasse erwartet.“ Daher hatte der Bildungsausschuss bereits im April beschlossen, die kommenden Erstklässler aus Evinghoven 2019/2020 in Hoeningen beschulen zu lassen.

Nach Lage der Dinge wird es hier allerdings bei nur einem Jahr bleiben, denn „die Prognose zeigt deutlich, dass dies ab dem Schuljahr 2020/2021 nicht mehr nötig ist. Vielmehr wäre die Eingangsklasse der Kastanienschule zu groß, um auch noch die Kinder aus Evinghoven aufnehmen zu können“, betont Monika Lange.

 Die per Rechtsverordnung vorgenommene Einteilung des Gemeindegebiets soll jedoch nach Auskunft von Schuldezernent Elmar Gasten zunächst einmal unbefristet weiter bestehen, damit die Klassenbildung in den nächsten Jahren gesichert ist, sofern die tatsächlichen Zahlen nicht erheblich von der Prognose abweichen“, wie Monika Lange sagt. Künftige Zu- und Wegzüge kann die Prognose der Schülerzahlen natürlich nicht exakt wiedergeben, wie Gasten sagt. Dennoch waren die Vorhersagen in den vergangenen Jahren vergleichsweise präzise und ermöglichten stets eine punktgenaue Planung.

An ihre Kapazitätsgrenze könnte der Prognose zufolge 2022/2023 die Gillbachschule geraten: Dann nämlich werden am Nettesheimer Weg zwölf statt der bisherigen zehn Klassen erwartet. Die Konsequenz: Es wären Umbauarbeiten nötig, wie etwa die Teilung von Klassen- und Nebenräumen. Auch weitere Möbel müssten angeschafft werden.

An der Kastanienschule würden in drei Jahren sogar zwei Eingangsklassen gebildet werden müssen, um des dann zu erwartenden Schülerandrangs Herr zu werden.

Von Schwankungen nicht betroffen sein wird in den kommenden Jahren hingegen die Gemeinschaftsgrundschule in Frixheim: Hier ist der Prognose zufolge bis 2025 mit durchweg konstanten Schülerzahlen zu rechnen.

(S.M.)
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