Schützenfest in Dormagen Die Stürzelberger feiern im Regen-Modus

Stürzelberg · An einen großen Festzug war am Sonntag nicht zu denken. Trotzdem ehrten die Bruderschaftler ihr Königspaar. Und: Im Zelt wurde kräftig gefeiert.

Festzug durchs Dorf im Regen: Wegen des Wetters mussten die Schützen in Stürzelberg bei ihrem Fest einige Male improvisieren.

Festzug durchs Dorf im Regen: Wegen des Wetters mussten die Schützen in Stürzelberg bei ihrem Fest einige Male improvisieren.

Foto: Judith Michaelis (jumi)

Deutlich mehr als ihnen recht ist müssen die Verantwortlichen der Stürzelberger Aloysius-Bruderschaft derzeit ihr Improvisationstalent unter Beweis stellen. Der Regen wirbelte das Schützenfest-Programm bislang gehörig durcheinander. So fiel der für Samstag geplante Fackelzug buchstäblich ins Wasser. Die Frühparade am Sonntagmorgen mussten die Stürzelberger ins Festzelt verlegen. Das Wetter-Pech hielt auch am Nachmittag an. An einen großen Festzug war nicht zu denken: Was übrig blieb, war eine Parade zu Ehren des Königspaars Thomas und Marion Heinrichs auf dem Dorfplatz.

Immerhin konnten in Regenpausen am Samstag das Totengedenken auf dem Friedhof und der Zapfenstreich auf dem Dorfplatz erfolgen. „Ich kann mich nicht erinnern, dass wir sowas schon einmal miterleben mussten“, sagte Geschäftsführer Rudi Smit. Dass die Stürzelberger auf ihrem am Rhein gelegenen Kirmesplatz überhaupt feiern können, war das Verdienst einiger Schützen, die Tage vor dem ersten Böllerschuss das morastige Gelände überhaupt begehbar machten. Rund 60 Tonnen Schüttgut hatten die fleißigen Helfer aufgetragen, damit die Schausteller mit ihren Fahrgeschäften auf den Platz rollen konnten. „Ansonsten hätten wir hier Verhältnisse wie in Wacken gehabt“, fügte Rudi Smit hinzu.

Der Regen hatte für die Bruderschaft zumindest eine gute Seite: Das Festzelt, in dem DJ Martin für den Partyton sorgte, war am Samstag sehr gut gefüllt. Zeltwirt Peter Barrawasser und Schützen-Kassierer Thomas Westhoff dürften sich über ordentliche Einnahmen gefreut haben. Westhoff stand auch im Blickpunkt des Festkommers am Sonntag im Zelt. Er erhielt ebenso wie Marcel Peters und Karlheinz Meyer das Silberne Verdienstkreuz. Verdienstorden der St.-Aloysius-Schützenbruderschaft gingen an Georg Malzkorn und Rainer Bäuerle. Großen Applaus gab es für zwei treue Stürzelberger, deren Namen seit 75 Jahren in der Mitgliederlisten der Bruderschaft auftauchen. Peter Meuter und Heinz Hahn wurden von Brudermeister Harald Lenden entsprechend gewürdigt.

Auszeichnungen für 65 Jahre im Verein gingen an Hans Gassan, Heinrich Plömacher, Hans-Georg Malzkorn und Martin Meier. Für 60 Schützenjahre wurden Hermann Dedie, Willi Bergers und Heinz-Adolf Heitzer geehrt. Urkunden und Auszeichnungen für ein halbes Jahrhundert bei den Aloysianern erhielten Stephan Keller und Hermann-Josef Meuther. Den Kreis der Jubilare komplettierten Mario Krause, Holger Becker, Stefan Schneegans, Guido Franzbach (alle 40 Jahre), Jan Roßner, Johannes Kundt und Roland Exner (alle 25 Jahre).

Wer das für Montag am Hochstand geplante Königsvogelschießen sehen möchte, sollte an festes Schuhwerk und Schirm denken. Von Regen könnten die Stürzelberger auch dann nicht gänzlich verschont bleiben.

(omo)
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