Schüleraustausch am Leibniz-Gymnasium in Hackenbroich

Hackenbroich: Elftklässlerin betreut Gäste aus dem Ausland

Das Dormagener Gymnasium nimmt momentan an einem Schüleraustauschprogramm teil. Anna McCloy aus der Jahrgangsstufe 11 kümmert sich um die Gäste-Gruppe.

Ein neues Land und neue Kulturen kennenlernen - diese Möglichkeit haben im Moment zwölf internationale Austauschschüler, die vier Wochen in Deutschland verbringen. Das Leibniz-Gymnasium (LGD) beteiligt sich am Preisträgerprogramm des Pädagogischen Austauschdienstes, derdie Reise ermöglicht. Dabei begleitet werden die Gäste von Joana McCloy, die Schülerin am LGD ist.

Durch einen Deutschwettbewerb in ihrem Heimatland konnten die Jugendlichen sich für den Austausch qualifizieren. Insgesamt kommen mehr als 400 Preisträger dieses Jahr nach Deutschland, seit dem 23. Juni ist eine Gruppe Jugendlicher aus der ganzen Welt in Dormagen. Jeweils zwei Schüler aus Australien, Estland, Ungarn, Kasachstan, Paraguay und Peru besuchen zwei Wochen das Leibniz-Gymnasium und wohnen in Gastfamilien, die anderen zwei Wochen reisen sie quer durch Deutschland, nach Bonn, München und Berlin.

Joana McCloy, Schülerin in der Stufe 11, ist Begegnungsschülerin der Gruppe und begleitet diese die vier Wochen über. „Es ist toll, so viele neue Menschen aus anderen Ländern kennenzulernen“, erzählt Joana. „Sie haben alle unterschiedliche Hintergründe. Es ist spannend, was sie so alles zu erzählen haben.“ Jede Gruppe, die nach Deutschland kommt, hat an ihrer Schule einen Begegnungsschüler. Joanas Aufgabe ist es, für eine gute Gruppendynamik zu sorgen und sich um die Gruppe zu kümmern. Die Schule nimmt schon seit vielen Jahren an dem Programm teil, das für sie Möglichkeiten zum interkulturellen Austausch mit Deutsch als Brückensprache bietet.

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Und für die Austauschschüler selbst ist es eine einzigartige Erfahrung. Daniela Huasupoma aus Peru lernt seit fünf Jahren Deutsch, weil eine neue Sprache auch immer neue Optionen biete. Durch die Reise hat sie nun eine bessere Verbindung zum Land und könnte sich sogar vorstellen, hier zu studieren.

An der Schule bekommen die Austauschschüler separaten Deutschunterricht, haben aber auch Stunden mit den deutschen Schülern gemeinsam. Zudem war die Gruppe schon fünf Tage in Bonn, wo mit anderen Gruppen des Programms ein internationaler Abend stattfand, bei dem jedes Land sich auf Deutsch vorstellte. Moderiert wurde der Abend von den Begegnungsschülern, darunter Joana. Dieser Abend wird in Dormagen für die Gastfamilien und Lehrer wiederholt

Während der gemeinsamen Zeit werden auch unter denGästen und den deutschen Schülern Freundschaften geschlossen. „Wir sind eine gute Gruppe geworden.“, findet Joana. Ein Highlight für Daniela Huasupoma aus Peru und Sophia Cruz aus Australien war beim sommerlichen Wetter der Ausflug zum Straberger See. „Das werden wir bestimmt nochmal machen“, sagt  Joana McCloy. Bis zum 22. Juli bleiben die Austauschschüler noch in Deutschland, bis sie dann wieder nach Hause fliegen müssen.