1. NRW
  2. Städte
  3. Dormagen

Dormagen: Schloss Arff wird nun doch nicht verkauft

Dormagen : Schloss Arff wird nun doch nicht verkauft

Noch im März hatte sich Christoph Freiherr von Geyr desillusioniert gegeben. Der Besitzer von Schloss Arff, das auf der Grenze zwischen Hackhausen und Köln liegt, wollte das barocke Anwesen seinerzeit verkaufen. Für 4,5 Millionen hatte das Maklerunternehmen Pohlmann aus Leverkusen das Schloss im Internet feilgeboten.

Immer wieder habe es Probleme gegeben das Schloss mit Elektrizität und Frischwasser anzuschließen, hatte der Freiherr gegenüber der NGZ erklärt. Der Rat der Stadt Köln habe sich quer gestellt und zuletzt sogar den Bebauungsplan für die Schloss-Arff-Straße gekippt. Den teuren Unterhalt hatte der Schlossherr mit dem Bau von 18 Wohnungen refinanzieren wollen.

Gestern nun die 180-Grad-Wendung: "Das Schloss steht nicht mehr zum Verkauf, wir stehen in den Startlöchern", sagte Freiherr von Geyr, der selbst ein bis zwei Tage pro Woche im Schloss weilt, gegenüber der NGZ. Die neuen Pläne sollen nun — wie zuvor — mit Ralph Quabeck von der Agentur Media Network umgesetzt werden. Der verkündete per Pressemitteilung: "Der Eigentümer, Christoph Freiherr von Geyr, hat uns weiterhin mit der Vermarktung des Schlosses für Events, Hochzeiten und Tagungen beauftragt."

An den ersten drei Wochenenden im Dezember ist ein Weihnachtsmarkt geplant, im Mai soll das Schloss die Kulisse für ein Barockfest sein mit Theater, Konzert und Picknick im Park. Neu ist die Event-Idee nicht: Im vergangenen September hatte das Kulturfestival Mama Africa auf dem Schloss Gelände stattgefunden. Im Interview mit der NGZ hatte der Freiherr erklärt, man habe die Möglichkeit, das Schloss als Kulisse für Film und Fernsehen zu vermarkten, geprüft. Geld bringen zudem die Pferdeboxen ein.

Dass der Unterhalt des schnieken Anwesens ein kleiner Kraftakt ist, hatte der Freiherr schon einmal erklärt: "Meine Frau und ich haben immer wieder in das Schloss investiert und seit Jahren keinen Urlaub mehr gemacht." Die Ansprüche an die Pflege seien groß.

Für den Schlossherren ist Arff, so scheint, nicht nur ein Objekt, es ist eine Herzensangelegenheit.

(NGZ)