Kabarett in der Kulturhalle Dormagen „Schlachtplatte“ rechnet kräftig ab

Dormagen · Aktuelle Themen von Schule über Energiekrise bis Krieg nahm das Kabarett-Ensemble zum Start der Kultursaison in Dormagen aufs Korn.

 Arbeitete etliche aktuelle Themen kabarettistisch bissig auf: Das Ensemble „Schlachtplatte“ gastierte wieder in Dormagen.

Arbeitete etliche aktuelle Themen kabarettistisch bissig auf: Das Ensemble „Schlachtplatte“ gastierte wieder in Dormagen.

Foto: Olaf Moll

Zum neunten Mal in Folge eröffnete das kabarettistische Ensemble „Schlachtplatte“ die neue Kultursaison in Dormagen. Voll besetzt war die Kulturhalle, schon seit Monaten konnte man keine Tickets mehr für den Abend bekommen.

Gestaltet wird das Programm der Schlachtplatte von Kathi Wolf, Sebastian Schnoy, Robert Griess und Jens Heinrich Claassen. Es sind vier Akteure, die Anfang Dezember auf Tour gehen. Das Ensemble ist bis auf Robert Griess immer neu. Griess ist als Chef der Schlachtplatte immer dabei und schart jedes Jahr drei Kabarettisten um sich rum, die sich dann im Laufe der Tour einspielen.

Zum Jahresbeginn rechnet die Schlachtplatte wieder mit den wichtigsten Themen des Jahres ab. „Alle die in Deutschland die Hauptschule überlebt haben, sind eigentlich perfekt geeignet für den Nahkampf ausgebildet.“ Man lerne „zwar kein lesen und schreiben, aber Dank Mobbing Dick ist man am Ende bereit für jeden Krieg“.

„Krieg? Was ist eigentlich Krieg?“ fragt Sebastian Schnoy. Die Antwort folgt prompt von allen Herren gleichzeitig. „Krieg ist, wenn Menschen, die sich kennen, sich gegenseitig massakrieren, für Menschen die sich nicht kennen und sich niemals massakrieren würden, weil sie lieber mit ihrem Geld an der Küste Siziliens liegen“.

Doch nicht nur Krieg war Thema. Es ging natürlich auch um die aktuelle Energiekrise. „Immerhin … Deutschland ist das einzige Land, das 15 Jahre lang einen CO2 neutralen Flughafen in der Bundeshauptstadt stehen hatte“, witzelte Griess. Einen Spar-Tipp hatten die Kabarettisten für das Publikum in petto. „Wenn ihr kein Geld für Benzin habt, dann fahrt doch einfach Tesla … Und liebe Muttis, man muss nicht unbedingt jedes Kind jeden Morgen mit einem SUV bis ins Klassenzimmer fahren. Das würde auch mit einem Lastenfahrrad ganz gut klappen“, lautete ein weiterer Rat. Am Ende des Abends gab es Standing Ovations für das Programm. „Es tut so gut mal wieder mit meinem Mann auszugehen, endlich wieder unter Menschen zu sein. Ich liebe das Programm der Kulturhalle“, erklärte Christine Ernst am Ende der Veranstaltung.

Für Comedy an der Bar sorgten in der Kulturhalle Nadine und Sascha. Sie kümmerten sich während des gesamten Abends für das leibliche Wohl der Gäste.

Wer sich vom Programm der Schlachtplatte selbst überzeugen möchte, hat am nächsten Freitag, 13. Januar, im Albert-Einstein-Forum in Kaarst die Möglichkeit dazu. Tickets gibt es noch an der Abendkasse. Beginn der Veranstaltung ist um 20 Uhr.

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