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Hochwasser in Dormagen: Schiff treibt führerlos auf dem Rhein

Hochwasser in Dormagen : Schiff treibt führerlos auf dem Rhein

Ein Frachtschiff sorgte am zweiten Weihnachtstag für einen Einsatz der Feuerwehr auf dem Rhein. Das Schiff trieb von einem Kai am Chempark Dormagen führerlos auf dem Fluss, bevor es von der Werkfeuerwehr in Höhe der Piwipp gesichert werden konnte.

Die starke Strömung auf dem Rhein, die derzeit durch das Hochwasser noch verstärkt wird, hatte dass Schiff erfasst. "Wir vermuten, dass es nicht korrekt gesichert war und dann losgerissen wurde", sagt Currenta-Sprecherin Bettina Pöhler. Die Werkfeuerwehr ist Currenta als Chemparkbetreiber angegliedert. Mit einem Feuerlöschboot der Werkfeuerwehr waren die Rettungskräfte an den mit Salz beladenen Frachter herangefahren. Dies ist keine leichte Aufgabe ist, unterstreicht Dormagens Feuerwehr-Chefin Sabine Voss: "Es ist eine Kunst, die gleiche Geschwindigkeit wie das treibende Schiff zu halten und so neben dieses zu navigieren, dass Personen von einem auf das andere Schiff steigen können." Die Dormagener Feuerwehr war ebenfalls im Einsatz. Vom Kai losgetrieben sei das Schiff gegen 19.10 Uhr. "Schäden wurden im Nachgang keine am Schiff festgestellt", sagt Currenta-Sprecherin Pöhler.

Der hohe Wasserstand des Rheins beschäftigte über die Feiertage neben der Feuerwehr auch den Deichverband Dormagen/Zons. Zwar ist die Hochwasserlage in Dormagen noch entspannt. Für Samstagmorgen erwartet Deichgräf Eduard Breimann jedoch einen Pegelstand von 7,90 Meter. "Bei dann weiter steigendem Pegel beginnen wir bald mit der Sicherung der Hochwasserschutzanlage", erläutert Breimann. Zuletzt war dies 2010 notwendig. "Bei 8,5 Meter werden wir alle Maßnahmen entsprechend dem Alarmplan ergreifen", erläutert der Deichgräf. Dann werden Tore geschlossen sowie Sicherungsarbeiten an der maroden Hochwasserschutzanlage mit Sandsäcken vorgenommen. Noch wartet Breimann die weiteren Wasserstandsprognosen aus Mainz und Andernach ab. "Wir fragen jedoch bereits ab, welche Ehrenamtler für einen Einsatz zur Verfügung stehen", erklärt er.

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