Dormagen: Schicht für Schicht erfolgreich

Dormagen : Schicht für Schicht erfolgreich

Der Familienbetrieb ist Spezialist für Komplettlösungen zum Beschichten und Laminieren. Bei Bedarf entwickeln die Dormagener die dazugehörigen Produkte gleich mit.

Coatema ist Maschinenbauer – aber kein klassischer. Das Unternehmen plant und baut Beschichtungs- und Laminier-Anlagen für verschiedene Produkte aus Textil, Papier und Folie oder zur Energiegewinnung. "Manchmal kommt ein Kunde nur mit einer Vision zu uns", sagt Geschäftsführer Andreas Giessmann. "Am Ende bieten wir eine komplette Produktionslösung."

Coatema baut nicht nur die Maschinen, sondern hilft auch bei der Entwicklung der Produkte, deren Palette umfangreich ist: vom Airbag, Sahnespritzbeutel bis zur Dachpappe mit eingebauten Solarzellen. Die Maschinen werden auf die Kunden-Bedürfnisse zugeschnitten.

Die Mitarbeiter

Der Familienbetrieb beschäftigt rund 85 Mitarbeiter. 20 davon gehören dem Vertrieb an, im Bereich der tatsächlichen Maschinen-Produktion sind 40 Mitarbeiter tätig. Coatema beschäftigt eigene Chemiker, um neue Produkte und Produktionslinien zu testen und zu entwickeln.

Die Zahlen

70 bis 90 Projekte wickelt Coatema jährlich ab. Genaue Umsatzzahlen verrät das Unternehmen nicht, diese bewegen sich jedoch im zweistelligen Millionenbereich.

Die Geschichte

Herbert Giessmann startete vor 35 Jahren mit einem reinen Ingenieurbüro. 17 Jahre später wurden die ersten Produktionsanlagen errichtet. Ursprünglich richtete sich der Betrieb vor allem auf die Textilbranche, die jedoch am Niederrhein immer mehr ausblutete. "Deshalb setzten wir frühzeitig auf andere Bereiche", sagt Geschäftsführer Andreas Giessmann. Sein Vater bleibt dem Unternehmen trotz seiner 75 Jahre erhalten. Vor fünf Jahren expandierte das Unternehmen ins Ausland und baute jeweils ein "Technikum", eine Art Testlabor für Maschinen und Produktionsabläufe, in die USA und in Taiwan.

Die Zukunft

"Früher lebten wir immer im Fünf-Jahres-Rhythmus", sagt Andreas Giessmann. In diesen Zyklen musste das Unternehmen nämlich bislang immer umziehen, weil die bisherigen Kapazitäten nicht mehr ausreichten. Nun will sich Coatema unter anderem auf regenerative Energien richten – und baut die Anlage in Dormagen weiter aus.

(NGZ)
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