Dormagen: Schauspieler eröffnen eigenes Theater

Dormagen : Schauspieler eröffnen eigenes Theater

Dormagen erhält ein Theater für Komödien und Krimis: Die beiden Schauspieler und Regisseure vom "M&M-Theater" haben Kellerräume am Niederfeld gemietet, um dort aufzutreten und das Kammertheater Dormagen zu gründen.

Dormagen erhält ein Theater für Komödien und Krimis: Die beiden Schauspieler und Regisseure vom "M&M-Theater" haben Kellerräume am Niederfeld gemietet, um dort aufzutreten und das Kammertheater Dormagen zu gründen.

Dormagen hat bald ein eigenes festes Privattheater: Sabine Misiorny und Tom Müller vom "M&M-Theater" eröffnen im Frühjahr das Kammertheater Dormagen im ehemaligen Kino am Niederfeld. Dort werden die Kellerräume an der Ostpreußenallee 23 in den nächsten Monaten renoviert und umgebaut. "Wir freuen uns sehr auf unser eigenes Theater, in dem wir selbst auftreten und mit dem Galerietheater Zons etwas Tolles aufbauen können", erläutert Tom Müller. Dort sollen vor allem freitags und samstags Komödien und Krimis gespielt werden. "Wir wollen die Zuschauer unterhalten - das kann auch mit Tiefgang sein und zum Nachdenken anregen, aber eben kein Kabarett, Comedy, Konzert oder Gastspiele", schränkt Misiorny ein.

Das Kammertheater bietet nicht nur dem "M&M-Theater" mit seinen beliebten Komödien selbst eine Plattform, sondern auch dem Galerietheater Zons zusätzlich zu den Premieren beim Theatersommer Knechtsteden weitere Auftrittsmöglichkeiten. "Es ist immer schade, wenn nur für zwei oder drei Vorstellungen so lange geprobt wird", erklärt Misiorny, die mit ihrem Partner auch als Regisseure für das Galerie-Theater Zons wirkt - wie auch für die "Ückerather Schwaadlappe".

Zusätzlich soll ein eigenes Kammerensemble gegründet werden, das gleich eine Spiel- und Probenstätte hätte. "Wir können ja nicht immer selbst auf der Bühne stehen", weist Müller auf weitere Möglichkeiten, speziell für Jugendliche oder Senioren, hin.

Doch zunächst werden die alten, seit mehr als zehn Jahren leerstehenden Kinosäle, Studio 1 und Studio 2, umgebaut und in einen Theaterraum mit maximal 95 Plätzen verwandelt. "Wir haben schon zwei rote Stühle zum Probesitzen erhalten - da testen wir auch den Abstand zu Vorder- und Nebensitz", berichtet Misiorny. Mit den Vermietern Reimer haben sie sich auf diesen Umbau und den Mietvertrag geeinigt. "Es ist toll, dass sie an unser Theater glauben und uns neben dem Saal- und Foyer-Umbau auch eine komplett neue Toilettenanlage erstellen", sagt Müller. Sie konnten ihre Vorstellungen zur Raumaufteilung anbringen - für die Einrichtung von Foyer, Bar und Saal sind sie dann selbst zuständig. "Es wäre schön, wenn wir nach Karneval eröffnen könnten ", sagt Misiorny.

Seit 2006 sind die Schauspieler, Regisseure und Autoren in Broich heimisch geworden. Müller stammt aus Neuss, Misiorny aus Wuppertal. "Wir wünschen uns schon lange einen festen Spielort, seit einem Jahr suchen wir konkret - und Dormagen hat ein eigenes Theater verdient", erklärt Misiorny.

Das sieht auch Bürgermeister Erik Lierenfeld so: "Ein tolles Projekt, das mit viel privater Initiative auf die Beine gestellt wird." Das Kammertheater bereichere das Kulturangebot in Dormagen enorm: "Ein eigenes Theater ist für eine Stadt unserer Größenordnung keine Selbstverständlichkeit. Ich hoffe, dass viele Zuschauer aus Dormagener und darüber hinaus das Angebot nutzen werden, und freue mich auf viele spannende und unterhaltsame Abende dort", sagt Lierenfeld, der im Galerietheater-Ensemble 2013 mit den Regisseuren zusammengearbeitet hat.

(NGZ)