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Dormagen: Schauspieler drehen Serie in Dormagen

Dormagen : Schauspieler drehen Serie in Dormagen

An 40 Tagen wird die sechsteilige WDR-Miniserie "Meuchelbeck" in und um Dormagen gedreht. Der Regisseur ist von den Drehorten in Dormagen-Mitte, Zons und Stürzelberg begeistert. Gestern wurde die "Halbzeit" erreicht.

Trotz Ferienzeit schlendern viele Schüler über den Schulhof in "Meuchelbeck". Der fiktive Ort am Niederrhein liegt für 40 Tage mitten in Dormagen: Schauspieler und Crew der WDR-Miniserie drehen noch bis zum 11. November in Dormagen. Im Laufe des Jahres 2015 sollen die sechs Folgen der gleichnamigen Serie im Fernsehen zu sehen sein. Bis dahin liegt noch viel Arbeit vor den Beteiligten, gestern war "Halbzeit" der Dreharbeiten in und um Dormagen.

"Auf Anfang! Und - bitte!" Der Ruf des Regisseurs Erik Haffner hallt durch das Schulzentrum. Sofort kehrt Ruhe ein, auch die Flugzeuge scheinen andere Routen zu nehmen, als sich zwei Schauspielerinnen auf dem Schulhof treffen. Kameramann Tom Holzhauser rückt den Standort von Janina Fautz für die Rolle der Sarah Lindemann zurecht, Karin Hanczewski lehnt sich als Julia Schmidtkowsky an die Tischtennisplatte und legt los: "Ich sehe schon, mit Dir kriege ich noch jede Menge Spaß!" Nach einer Probe sitzt die zweite echte Aufnahme der Szene "1/21/A2" perfekt.

In der Pause zwischen den Szenen, für die 39 Komparsen als Schüler und Lehrer bereit stehen, äußert sich Regisseur Erik Haffner positiv über den Drehort: "Dormagen erfüllt alles, was wir zum Drehen brauchen!" Dieses Kompliment relativiert sich ein wenig, wenn die Sprache auf den Inhalt der Mini-Serie kommt, bei der es Krimi- und Komödien-Elemente ebenso gibt wie Zwischenmenschliches: Markus Lindemann (Holger Stockhaus) kehrt nach 20 Jahren Abwesenheit nach Meuchelbeck zurück, wo er aufgewachsen ist.

In der niederrheinischen Provinz hat sich seither nicht viel verändert. "Noch immer pflegen die Menschen hier jede Menge Geheimnisse und Sonderbarkeiten", heißt es in der Beschreibung der skurrilen WDR-Serie, die von der Produktionsfirma Zieglerfilm Köln gedreht wird. Dabei bezieht sich Regisseur Erik Haffner ausdrücklich nur auf die guten Drehbedingungen, wie er lachend erklärt: "Die ersten 20 Tage haben wir totales Glück bei den Außendrehs mit dem Wetter, den Bedingen und den Motiven gehabt, das hat viel Spaß gemacht." Außer in Dormagen-Mitte wurde auch in Zons und in Stürzelberg gedreht. Da wurde "Pitt Jupp" zur "Pension zum Höllentor", wie Haffner verrät. "Dormagen ist unser Hauptmotiv, auch wenn darüber hinaus auch in anderen Orten gedreht wird", sagt er.

Die Mischung aus Krimi und skurriler Komödie ist auf sechs 48-minütige Teile ausgelegt. "Wir haben auch in Köln-Merkenich gedreht", ergänzt Regieassistent Deniz Meray. Wichtig war vor allem die Nähe zu Köln. Nun übernimmt ein zweites Regieteam die zweite Dreh-Hälfte.

Im "Basis"-Lager eine Ecke weiter nutzen Schauspieler, Komparsen und Techniker die späte Mittagpause zum Stärken, bevor das Sonnenlicht gestern Nachmittag noch für letzte Aufnahmen zum Ende des 20. Drehtages gut ausgenutzt wird. In der kleinen Pause kommen Erinnerungen an die Schulzeit hoch: "Gut zu wissen, dass man hier nur dreht und nicht mehr jeden Tag hingehen muss", sagt der Hauptdarsteller aus tiefstem Herzen. Noch weitere 20 Drehtage, dann ist die Mini-Serie inklusive Schulzeit-Gedanken in Dormagen abgedreht.

(NGZ)