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Sammlung über Dormagen: Nachlass von Jürgen Alef ist nun im Kreisarchiv

Nachlass von Jürgen Alef : Mehr als 6000 Ansichtskarten rund um Dormagen ziehen ins Kreisarchiv

Wertvolle Heimat-Sammlung des ehemaligen Bürgermeisters und Kämmerers wird nun im Archiv des Rhein-Kreises Neuss aufgearbeitet. Herzstück ist eine Postkartensammlung von mehr als 6000 Karten.

Der 2017 gestorbene ehemalige Dormagener Bürgermeister und Kämmerer, Jürgen Alef, pflegte eine intensive Sammelleidenschaft, die sich vor allem auf seine Dormagener Wahlheimat bezog. Jetzt hat das Archiv im Rhein-Kreis Neuss diese Sammlung als wertvollen Zugang erhalten: Karen Schnitzler und Stefan Alef aus Dormagen haben dort den Nachlass ihres Vaters übergeben. Im Beisein von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, Bürgermeister Erik Lierenfeld und Kreiskulturdezernent Tillmann Lonnes wurde der Schenkungsvertrag im Archiv in Zons unterschrieben.

Der gebürtige Berliner Jürgen Alef kam 1967 nach Dormagen. Für die SPD wurde er 1969 in den Stadtrat gewählt, in dem er neun Jahre lang der SPD-Fraktion vorstand. Von 1974 bis 1980 gehörte er auch dem Kreistag an. Von 1979 bis 1987 fungierte er als ehrenamtlicher Bürgermeister, ehe er von 1987 bis zu seiner Pensionierung 2003 das Amt des Kämmerers und Ersten Beigeordneten innehatte.

Der umfangreiche Nachlassbestand spiegelt die Arbeitsfelder und Sammeltätigkeit von Jürgen Alef wider: Neben Unterlagen zu Person und Familie sowie Materialien über seine politische Arbeit enthält er – als Herzstück – eine über 6000 Stück umfassende Ansichtskartensammlung, die Alef über drei Jahrzehnte hinweg in mühevoller Kleinarbeit zusammengetragen hat. Die Sammlung bezieht sich hauptsächlich auf Dormagen und seine Ortsteile, vom späten 19. bis zum späten 20. Jahrhundert. Sie enthält sowohl „Massenware“ als auch seltene und teilweise wohl sogar einmalige Stücke.

„Ich bin froh, dass die Sammlung meines Vaters, die ihm sehr am Herzen lag, durch die Übergabe an das Archiv in professionelle Hände gegeben ist und dort für die Nachwelt gesichert wird“, sagte Stefan Alef. Es sei wichtig, dass die wertvolle Sammlung, die in dieser Dichte ihresgleichen suchen dürfte, als geschlossener Bestand zusammen bleibe und einsehbar sei, stimmten Lierenfeld und Petrauschke überein. Das Archiv unter der Leitung von Stephen Schröder wird die Unterlagen mit zum Teil seltenen Ansichten erschließen, teilweise digitalisieren und der Öffentlichkeit zugänglich machen.