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Dormagen: Rommerskirchen kämpft

Dormagen : Rommerskirchen kämpft

Rommerskirchen Die politischen Drähte zwischen CDU und SPD glühten in den vergangenen Tagen. Mit Erfolg: Einstimmig verabschiedete der Gemeinderat bei zwei Enthaltungen am Donnerstag Abend eine Resolution, die in wesentlichen Teilen auf einem zwei Monate alten Papier Papier der CDU und dem Ergebnis einer CDU-Bürger-Informationsveranstaltung in der vergangenen Woche beruht.

Rommerskirchen Die politischen Drähte zwischen CDU und SPD glühten in den vergangenen Tagen. Mit Erfolg: Einstimmig verabschiedete der Gemeinderat bei zwei Enthaltungen am Donnerstag Abend eine Resolution, die in wesentlichen Teilen auf einem zwei Monate alten Papier Papier der CDU und dem Ergebnis einer CDU-Bürger-Informationsveranstaltung in der vergangenen Woche beruht.

Drei Punkte beinhaltet die Resolution: Zunächst soll der Landesbetrieb Straßenbau als federführende Behörde die von der CDU angeregte Trasse westlich der heutigen B 477 etwa in gleichem Abstand von Nettesheim, Butzheim und Eckum auf der einen und Oekoven Deelen und Evinghoven auf der anderen Seite prüfen.

Zum Zweiten wird die Landesregierung gebeten, sich noch einmal der Hamsterproblematik östlich der heutigen B 477 anzunehmen und genau zu prüfen, ob eine Linienführung "im gebührendem Abstand zur Wohnbebauung" geplant werden kann. Weiter soll untersucht werden, ob die Tiere durch Tunnel oder Zäune trotz Straße geschützt werden können.

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Schließlich soll die Landesregierung eine mögliche Umsiedlung der europaweit geschützten Nager in Erwägung ziehen. Diesen Teil hat laut Sibille Bender die SPD in die Resolution durchgesetzt; diese Fragestellung war aber bereits ein Ergebnis der CDU-Versammlung. Als dritten Punkt macht der Rat deutlich, dass er in jedem Fall an der zurzeit gesicherten Finanzierung festhält, und er bei eventuellen Gefahren für das Vorhaben informiert werden möchte.

Bürgermeister Albert Glöckner (SPD) stellte heraus, das der Rat und Verwaltung zwar kein offizielles Mitsprachrecht haben und die Gemeinde nicht Herrin des Verfahrens sei, ihre Meinung in dem derzeit noch relativ offenen Diskussionsprozess aber Gewicht habe. Es sei vereinbart, dass eine konkrete Linienführung spätestens im ersten Quartal 2007 vorgelegt würde. Im anschließenden Planfeststellungsverfahren werden dann die Bürger beteiligt.

Gottfried Leuffen für die CDU und Sibille Bender für die SPD hoben die Chancen heraus, die sich mit der Resolution bieten: Sie mache den Standpunkt vieler Rommerskirchener Bürger deutlich. Ulrike Sprenger für die UWG warnte davor, die Straße zu eng an die Ortschaften zu führen, Josef Kirberg (Grüne) mahnte Rücksichtnahme bei der Zerschneidung von Naturräumen an, Peter Mertens (FBR) wandte sich gegen die CDU-Trasse, stimmte aber ebenso wie Heinz-Willi Schnitzler (FDP) grundsätzlich für das Prüfbegehren.

(NGZ)