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Dormagen: Ringerhalle wird im September eröffnet

Dormagen : Ringerhalle wird im September eröffnet

Viel gestritten wurde um die Finanzierung und den Bau der Ringerhalle für den AC Ückerath. Zeitweise schien das Projekt sogar zu scheitern. Das gehört der Vergangenheit an.

Mittlerweile steht die neue Halle zwischen Bahnhof und Schulzentrum bereits kurz vor der Fertigstellung. Detlev Zenk, Vorsitzender des AC Ückerath, rechnet damit, dass der Bau noch im September offiziell eröffnet werden könnte.

"Wir wollen nichts überstürzen und warten mit der Nutzung natürlich bis zur offiziellen Eröffnung", erklärt Detlev Zenk. Dass er sich auf diesen Tag freut, steht außer Frage. "Es müssen noch einige Arbeiten an der Inneneinrichtung erledigt werden", sagt er.

Diese wie auch das komplette Vorhaben Ringerhalle finanziert auch der AC Ückerath teilweise mit — mit 60 000 Euro. Das Land Nordrhein-Westfalen hat einen Zuschuss in Höhe von 80 Prozent für die Gesamtkosten der Halle in Höhe von 680 000 Euro erteilt. Der Rhein-Kreis trägt als Bauherr einen Eigenanteil in Höhe von 80 000 Euro.

"Wir werden nun noch Geräte zum Krafttraining und spezielle Puppen für das Ringer-Training kaufen und aufstellen", erklärt Detlev Zenk. Diese Puppen haben ein Gewicht zwischen 15 und 30 Kilogramm, sind lebensgroß und sollen das spezielle Ringertraining des AC Ückerath noch professionalisieren.

Die Halle an der Konrad-Adenauer-Straße wird als Halle für den Hochleistungssport errichtet. "So werden hauptsächlich die Kader-Athleten dort trainieren. Unseren Ringer-Trainingstandort in Nievenheim erhalten wir ebenfalls. An der allgemeinen Trainingssituation wird sich nicht viel ändern", glaubt der Vereinsvorsitzende.

Dormagen bietet mit der neuen Halle in Zenks Augen optimale Bedingungen, um "Talente aus Nordrhein-Westfalen und ganz Deutschland auszubilden", sagt er. Die Chemiestadt ist Bundesleistungsstützpunkt für das weibliche Ringen. "Mit Nina Hemmer, die kürzlich den dritten Platz bei der Junioren-Weltmeisterschaft gewonnen hat, und weiteren Talenten ist Deutschland gut aufgestellt. Doch wir wollen weiter Talente fördern, um den Anschluss nicht zu verpassen", fasst Zenk zusammen.

Zum Baubeginn im Februar waren Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und weitere Ehrengäste der Investoren und der Stadt Dormagen auf der Baustelle am Berufsbildungszentrum erschienen. Zur Eröffnung soll es eine weitere Feierstunde geben, um die Ringerhalle den Sportlern zu übergeben.

(NGZ)