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Rheinufer in Dormagen: Umweltschützer säubern Stürzelberger Grind

Rheinufer in Dormagen : Umweltschützer säubern Stürzelberger Grind

Am Sonntag treffen sich 30 Naturschützer auf dem Schützenplatz in Stürzelberg, um von dort aus im Grind aufräumen zu gehen. Die Zonser Rhein-Clean-up-Gruppe hat bisher 15 Kilometer Rheinufer von Müll befreit.

Rhein-Clean-up, World-Clean-up oder neuerdings River-Clean-up: Egal unter welchem Titel, egal ob eine lokale oder weltweite Aktion: Der Umweltvermüllung geht es an den Kragen. In Dormagen liegt der Schwerpunkt auf dem Rheinufer, wo sich eine wachsende Zahl von Umweltaktivisten um das große Reinemachen kümmert. So auch jetzt am Sonntag, wo sich unter der Federführung der Rhein-Clean-up-Gruppe Zons 30 Aktivisten um 13 Uhr auf dem Schützenplatz in Stürzelberg treffen, um von dort aus Richtung Grind zu marschieren. Bei der Aufräumaktion werden alle Vorschriften aus der Corona-Schutzverordnung berücksichtigt.

Karin Schwanfelder ist der Kopf der Umweltschützer. Am Sonntag wird sie zwar urlaubsbedingt nicht aktiv ins Geschehen eingreifen, weiß die Aktion aber bei Julie Keppler und den anderen in guten Händen. Die bisherige Bilanz der „Clean-upper“ ist eindrucksvoll: „Wir haben rund 15 Kilometer vom Bayer-Werk bis zum Stürzelberger Strand grob sauber“, sagt Schwanfelder. Die Gesamtmenge kennt sie nicht, sie dürfte erheblich sein. Denn es liegen Unmengen von Reifen, Fässern, Einkaufswagen, Klamotten und vieles mehr in Sand und Gestrüpp. In letzter Zeit, so erzählt sie, sei es vor allem „unglaublich viel Bekleidung, die wir aufsammeln. Wir haben keine Ahnung, wo die herkommt“. Sie hat zudem einen neuen „Trend“ ausgemacht, der, so denkt sie, ein Stück weit corona-getrieben ist: „Es gibt viel mehr Party-Gäste, die am Rhein feiern und unglaublich viel Müll liegen lassen. Das ist viel schlimmer geworden. Vielleicht sind es Stadtmenschen, die den Rhein für sich entdeckt haben und nicht wissen, wie sie sich dort verhalten sollten.“

Es gibt auch Positives: So hat die heimische Gruppe Unterstützung aus Düsseldorf bekommen: „Zwei Frauen haben in den letzten Tagen alleine im Grind große Mengen an Altreifen aus dem Sand geholt.“

(Schum)