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Dormagen: Rheinhochwasser: Pegel steigt weiter an

Dormagen : Rheinhochwasser: Pegel steigt weiter an

In der Deichzentrale an der Uferstraße kontrolliert Eduard Breimann laufend die aktuellen Wasserstandsmeldungen. Die Messungen der Pegel in Mainz und Andernach sind es, auf die der Deichgräf seine Entscheidungen gründet. Ob es zu einer Notsicherung der Hochwasserschutzanlage in Stürzelberg wie zuletzt im Dezember 2010 kommt, ist derzeit noch offen. Alle Vorbereitungen sind jedoch bereits getroffen.

Für die kommenden Tage gehen die Prognosen weiter von steigenden Pegelständen aus. Heute Morgen soll der Wasserstand in Köln nach Angaben der dortigen Hochwasserschutzzentrale zwischen 7,90 und 8 Metern betragen. Bei einem Stand von 8,50 Metern erfolgt die Notsicherung. "Dann beginnt ein 30-Stunden-Einsatz während dem wir Tore schließen und die Anlage mit Sandsäcken und Big Bags sichern müssen", erklärt der Deichgräf. Breimann hofft, das es so weit nicht kommt: "Die Notsicherung ist eine kostspielige Sache für die Mitglieder des Deichverbandes." Vor rund zwei Jahren hatte die Maßnahme etwa 130 000 Euro gekostet.

Mit der Bezirksregierung Düsseldorf, der zuständigen Aufsichtsbehörde für die Dormagener Hochwasserschutzanlage, hatte sich Breimann am Freitag darauf geeinigt, ab einem Pegelstand von 8,30 Meter in Köln Hilfskräfte zu verständigen. "Dann haben wir noch immer etwa fünf Stunden Zeit, bevor wir bei stark steigendem Fluss den Stand von 8,50 Metern erreichen", sagt er. Ehrenamtliche Helfer stehen auf Abruf bereit, um den Deichverband zu unterstützen.

"Ich rechne derzeit nicht damit, dass es am Wochenende zur Notsicherung kommt. Steigen die Pegel jedoch weiter, könnten die Arbeiten ab Neujahr unerlässlich sein", erläutert der Deichgräf. Die Vorkehrungen dafür sind getroffen: "Werkzeuge und Material stehen bereit", sagt Breimann. Stadtsprecher Harald Schlimgen macht darauf aufmerksam, dass im Falle der Notsicherung auch Straßensperrungen und Parkverbote notwendig werden. "Um den reibungslosen Ablauf der Arbeiten zu garantieren, sind diese Maßnahmen notwendig. Wir bitten die betroffenen Anwohner um Verständnis", erläutert er.

(NGZ/ac)