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Revierförster in Dormagen schimpft über rücksichtslose Spaziergänger

Tannenbusch in Dormagen : Revierförster schimpft über rücksichtslose Spaziergänger

Theo Peters appelliert vor den Ostertagen, mehr Rücksicht auf Natur und Tiere zu nehmen.

Der Landesjagdverband NRW hat am Mittwoch in einer Veröffentlichung auf die positive Entwicklung der Hasenbestände zwischen Rhein und Weser hingewiesen. NRW sei damit das „Hasenland Nummer eins“. Und genau um den Spitzenreiter sorgt sich Theo Peters. Der unter anderem für den Tannenbusch zuständige Revierförster hat seit Beginn der Corona-Krise und dem frühsommerlichen Wetter beobachtet, wie offenbar „unerfahrene Spaziergänger“ nach Lust und Laune und ohne besondere Rücksichtnahme durch den Wald trampeln. „Damit gefährden sie die Junghasen“, so Peters. Insgesamt sei das Verhalten vieler Spaziergänger unangepasst und eher negativ. Die Natur werde gestört.

Der ansonsten zurückhaltende Wald-Experte spricht von vermehrtem Müll an den Parkplätzen, mehr Leergut an den Bänken, „weil die Kneipen zu haben, denn das gab es sonst nicht“. Überall an den Wegen lägen Papiertaschentücher, die Waldeingänge, die auch Rettungswege sind, werden zugeparkt. Peters glaubt: „Anscheinend sind jetzt mehr Bürger im Wald, die sonst nicht hier sind und die auch nicht wissen, wie man sich richtig verhält.“ Auch habe er einen zunehmend aggressiveren Ton registriert, „es wird schnell gepöbelt. Auch zwischen Spaziergängern und Reitern. Mehr Rücksichtsnahme wäre einfach schön.“

Peters gibt Spaziergänger, die an Ostern in den Tannenbusch wollen, vier gut gemeinte Verhaltensregeln mit auf den Weg. Erstens: auf den Wegen bleiben; zweitens: Hunde an der Leine führen; drittens: sich so verhalten, dass andere nicht belästigt werden und viertens: Müll nicht wegwerfen, sondern wieder mitnehmen.