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Reservistenkameradschaft Dormagen: "Promi-Sammlung" für Kriegsgräber

Reservistenkameradschaft Dormagen : „Prominentensammlung“ für Kriegsgräberfürsorge

Noch bis zum 18. November wird in Dormagen für die Kriegsgräber-Instandhaltung gesammelt. Am Samstag brachte die „Promi-Sammlung“ im Hit-Markt fast 1200 Euro.

Wer an Allerheiligen einen der Dormagener Friedhöfe besuchte, traf dort auf die Sammler für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK), dessen Arbeit unter dem Motto „Kriegsgräber: Mahnmale für den Frieden, gegen Gleichgültigkeit und Vergessen!“ steht. Auch beim Einkaufen im Top-West-Gewerbegebiet am Samstag waren die Ehrenamtler im Einsatz, um für die Kriegsgräber-Instandhaltung zu sammeln. Im Eingangsbereich des Hit-Marktes hatte die Reservistenkameradschaft Dormagen um den Vorsitzenden Erik Heinen und Schriftführer Unterstützung von Prominenten: Landtagsabgeordnete Heike Troles, Bürgermeister Erik Lierenfeld und seine beiden Stellvertreter Hans Sturm und Michael Dries wurden alle mit Sammelbüchsen ausgestattet.

Insgesamt kamen bei der „Prominentensammlung“ am Samstag 1190,19 Euro zusammen. „Das ist nicht ganz das Rekordergebnis von 2017, als wir 1246 Euro erreichten, aber dennoch eine tolle Summe“, sagte Heinen nach der Sammlung im Hit-Markt zufrieden. Überboten werden konnten jetzt allerdings die Sammelergebnisse von 2015 (950 Euro) und 2016 (1128). Erik Heinen bedankte sich bei den großzügigen Spendern, den eifrigen Sammlern und bei Marktleiter Thomas Dümmer, der die Sammlung ganz im Sinne des in diesem Jahr verstorbenen langjährigen Marktleiters Helmut Röder fortführen ließ. Vor einem Jahr konnte Röder noch an der Sammlung in „seinem“ Hit-Markt teilnehmen. Für die Organisation der Prominentensammlung zeichnete Charly Bohr verantwortlich.Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge pflegt die Gräber von über 2,7 Millionen Kriegstoten des Ersten und Zweiten Weltkriegs auf 833 Friedhöfen in 46 Ländern. Bürgermeister Erik Lierenfeld, der auch Vorsitzender des Dormagener Ortsverbandes ist, bittet alle Dormagener, diese Sammlung zu unterstützen: „Jeder Spender hilft mit, die Verpflichtung gegenüber den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft einzulösen: Sie nicht zu vergessen, ihnen würdige Gräber zu geben und an diesen Gräbern zum Frieden zu mahnen.“Im Dormagener Stadtgebiet wird die Haus- und Straßensammlung, die noch bis zum 18. November zur Unterstützung dieser weltweiten Friedensarbeit des VDK andauert, von den Dormagener Reservisten ausgeführt. Alle Sammler können sich mit einem Ausweis des Volksbundes ausweisen.Während sich der VDK im Auftrag der Bundesregierung um Gräber der deutschen Kriegstoten, vor allem im Ausland, kümmert. vertritt der „Sozialverband VdK“, der aus dem Verband der Kriegsbeschädigten hervorgegangen ist, die Interessen von Menschen mit Behinderung, älteren Personen und Beziehern von sozialen Leistungen.