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Dormagen: Rekord: So viele Hotelgäste wie noch nie

Dormagen : Rekord: So viele Hotelgäste wie noch nie

Die Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft Dormagen (SVGD) verzeichnet in den ersten drei Quartalen 2013 erneut eine gestiegene Zahl an Übernachtungsgästen in der Stadt. Ein neuer Rekord ist bis zum Jahresende wahrscheinlich.

Der Start war alles andere als vielversprechend. Der harte und vor allem lang andauernde Winter dürfte dafür verantwortlich gewesen sein, dass das Tourismusjahr in Dormagen schwer in Gang kam. Im April lag die Zahl der Übernachtungen noch deutlich unter der des Vergleichszeitraums im Vorjahr (- 8 Prozent). Das änderte sich: Gestern stellte Guido Schenk, Leiter des Stadtmarketings, zum Jahresende gar einen neuen Rekord bei den Übernachtungszahlen in Aussicht. Darauf deutet jedenfalls die Zwischenbilanz nach drei Quartalen hin: In dieser Zeit ist die Zahl der Übernachtungen in Dormagen gegenüber dem Vorjahr um 6,4 Prozent gestiegen. 86 274 Übernachtungsgäste wurden von Januar bis September gezählt. Zum Vergleich: 2012 waren es im gesamten Jahr 107 580 gewesen. "Wenn das jetzt laufende Quartal normal über die Bühne geht, müssten wir am 31. Dezember die höchste Übernachtungszahl in der Geschichte Dormagens vorweisen können", sagte Schenk.

Dabei hatten sich die Betreiber von Hotels, Gasthöfen und anderen Beherbergungsbetrieben in der Stadt schon 2012 zufrieden die Hände reiben können. Schon da gab es gegenüber 2011 eine Steigerung.

Diesmal war wohl der gute Sommer ein Hauptgrund für die große Nachfrage, mutmaßt Schenk. Weitere Faktoren sind nach seiner Einschätzung die günstige Lage Dormagens zwischen den Messestädten Köln und Düsseldorf, die von Besuchern von Dormagen aus gut erreichbar sind, die touristischen Reize, die etwa in Zons augenfällig sind, nicht zuletzt die Anbindung an internationale Fahrradrouten und den Jakobsweg, der sich bei St. Peter und Stürzelberg sogar teilt. Nicht beziffern mag Schenk die Auswirkungen der verstärkten touristischen Werbung für Dormagen, etwa durch Präsenz auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin zusammen mit dem Rhein-Kreis Neuss. "Ich denke zwar, dass unsere Öffentlichkeitsarbeit schon zu den guten Zahlen beiträgt. Aber der Effekt ist kaum zu messen. Deshalb wäre es unseriös, die neuerliche Steigerung bei den Übernachtungszahlen darauf zurückzuführen", sagt der Stadtmarketing-Chef. Er glaubt, dass es unter dem Strich die Mischung macht: guter Sommer, gutes Messejahr, mehr Werbung.

Für die Stadt ist der Tourismus ein ernstzunehmender Wirtschaftsfaktor. "Wenn man weiß, dass pro Übernachtung eine Wertschöpfung von 120 Euro anzusetzen ist, kann man sich ausrechnen, welche Summen bei über 100 000 Übernachtungen im Jahr zusammenkommen", sagt Schenk.

Immer beliebter wird Dormagen auch bei Besuchern aus dem Ausland, verrät die Statistik. In den ersten drei Quartalen übernachteten 11 993 Menschen aus anderen Ländern hier — ein Plus von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

(NGZ)