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Dormagen: Regionalbahn frühestens 2013

Dormagen : Regionalbahn frühestens 2013

Die angekündigte Regionalbahnlinie RE 6a zwischen Dormagen und Düsseldorf kommt nicht zum Winter. Ungeklärt ist noch die Finanzierung der Verkehrsverbünde. Der VRR betont aber die Notwendigkeit der Verbindung.

Die geplante Regionalbahnlinie RE 6a zwischen Dormagen und Düsseldorf steht weiterhin auf dem Abstellgleis. Klaus Schmitz, Geschäftsführer der Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft (SVGD), rechnet mit der Verbindung nicht wie geplant zum Dezember, sondern frühestens zum Sommerfahrplanwechsel 2013. Damit ist die Premiere der RE 6a zum dritten Mal verschoben.

Das hängt auch mit Wirren in der Landespolitik zusammen. Sabine Tkatzik, Sprecherin des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR): "Wir müssen jetzt abwarten, bis wir Finanzsicherheit haben." Noch muss das Land das sogenannte ÖPNV-Gesetz auf den Weg bringen. Darin ist geregelt, welche Gelder den Verkehrsverbünden zufließen. Tkatzik betont aber die Notwendigkeit der Regionalbahnlinie.

"RE 6a ist notwendig"

"Das Gesetz ist in der vergangenen Woche in erster Lesung in den Landtag eingebracht worden", sagt Mirjam Grotjahn, Sprecherin des Verkehrsministeriums NRW. Beraten wird es danach noch in verschiedenen Ausschüssen, bevor es in die zweite Lesung geht. Die Sprecherin rechnet damit, dass die Novelle die Gremien Ende des Jahres passiert haben sollte.

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Dann können auch erst die Verkehrsverbünde mit der DB Region als Gleisbetreiber in die Verhandlung treten. Im Vorfeld hatte es indes bereits geknirscht zwischen diesen Parteien. So soll der VRR einen fetten Aufschlag für die Nutzung der Gleise zahlen. Frank Schmidt, Bezirksvorsitzender der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GdL) hatte bereits im Dezember vergangenen Jahres gegenüber der NGZ gesagt: Ich halte die Preisvorstellungen der DB Regio für stark übertrieben." Das Unternehmen verlange pro Kilometer fast den doppelten Preis im Vergleich zur Hauptlinie RE 6.

Zwar will der VRR auch zunächst das Gespräch mit der DB Regio suchen — Tkatzik: "Unser erster Ansprechpartner" —, welche Züge dann über die Gleise fahren, steht indes noch nicht fest. Das, so die VRR-Sprecherin, könne auch ein privates Unternehmen sein, müsse aber zunächst juristisch geklärt werden. Auch Klaus Schmitz von der SVGD meint: "Der rollende Verkehr unterliegt dem Wettbewerb, und der Markt ist hart umkämpft."

Interesse hatte bereits das private Unternehmen Keolis bekundet. Geschäftsführer Hans Leister hatte im Branchenportal "Eisenbahnjournal" erklärt: "Wir alle kennen die Verkehrsprobleme zwischen Düsseldorf und Köln." Wenn der Auftraggeber sich an Keolis wende, werde das Unternehmen an einer Lösung mitarbeiten.

(NGZ)