Rathausplatz in Dormagen: Erste Inklusions-Kaffeetafel war ein Erfolg

Rathausplatz in Dormagen : Erstes Inklusions-Café ist ein Erfolg

Beim „Café en blanc“ trafen sich mehr als 300 Dormagener zur Kaffeetafel.

Es herrschte eine entspannte Stimmung auf dem Rathausplatz: Vor dem Historischen Rathaus nahmen am Sonntagnachmittag mehr als 300 Dormagener mit und ohne Behinderung an den liebevoll mit weißen Stoffbahnen gedeckten Biertischgarnituren zum gemeinsamen Kaffeetrinken Platz – auch die ohne Ausnahme in Weiß gekleideten Gäste machten gut gelaunt mit. Es war großartig, mitzuerleben, wie leicht der Kontakt zwischen den Banknachbarn funktionierte und wie fröhlich Kuchen und Kaffee, den die Besucher mitgebracht hatten, miteinander geteilt wurden. Das erste „Café en blanc“ war ein voller Erfolg.

Dabei stand die Farbe nicht nur für das Festliche, sondern auch für die Inklusion, wie Alexandra Pawlik von den Organisatoren der KoKoBe, der Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstelle für Menschen mit geistiger Behinderung im Rhein-Kreis Neuss, bei der Premieren-Begrüßung erklärte: „Wir sind alle gleich, alle Unterschiede sind verschwunden.“ Sie bedankte sich ebenso wie ihre Kolleginnen Ute Gillrath und Sarah Dawid bei den Kooperationspartnern, der St.-Augustinus-Gruppe mit dem Netzwerk Alte Apotheke, dem Jugendhilfezentrum Raphaelshaus, dem Wohnhaus der Lebenshilfe in Nievenheim, dem Verein „Puzzle“, dem Stadtmarketing der SWD und der Stadt Dormagen.

In seiner ersten Rede in leichter Sprache sagte Bürgermeister Erik Lierenfeld vor der „längsten Kaffeetafel im Rheinland“: „Das Café in Weiß ist eine tolle Sache, ein Zeichen für eine lebendige Gesellschaft, die Respekt voreinander hat.“ Alle sollen dazugehören, so Lierenfeld: „Alle Menschen sind gleich wichtig.“

Das gute Wetter mit angenehmen Temperaturen ließ die Besucher strahlen, die Musik brachte Gäste zum Tanzen und Mitsingen – zuvor wurden die „Geburtstagskinder“ Monika Sauer und Michael Dries mit einem Ständchen gefeiert. „Eine schöne Sache“, lobte Schützenkönig Willi Beivers, der mit Königin Hanne ebenso zu den Besuchern zählte wie BSV-Chef Hans-Arnold Heier mit Frau Andrea und Jägermajor Uwe Heier mit Frau Petra. Es war das gewünschte gemeinsame Event für alle Menschen – egal wie alt, welcher Herkunft, ob mit oder ohne Beeinträchtigung. „Wir sind sehr glücklich über die überwältigende Resonanz“, sagte Ute Gillrath, die sich vorstellen kann, dieses Inklusions-Kaffeetrinken regelmäßig anzubieten – vielleicht auch in anderen Städten im Rhein-Kreis Neuss, wie Anna Hölscher, Leiterin des Netzwerks Alte Apotheke, sagte. Eine Wiederholung in Dormagen ist gewünscht.

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