Dormagen: Rathaus-Galerie: Glasdach wird erneuert

Dormagen: Rathaus-Galerie: Glasdach wird erneuert

Die Centermanagement GmbH, die 2017 den größeren Teil des Gebäudes übernommen hat, investiert eine sechsstellige Summe.

Ganz ohne Einschränkungen wird es nicht gehen. Doch am Ende winkt ein Ergebnis, das wahrscheinlich sowohl die in der Rathaus-Galerie ansässigen Geschäftsleute als auch die Kunden zufriedenstellen dürfte: Die ILG Centermanagement GmbH beginnt in der kommenden Woche mit der umfassenden Sanierung des markanten Glasdaches an der Rotunde der Galerie. Das war zuletzt mehrfach zum Ärgernis geworden, weil es an der Dichtigkeit haperte und Regenwasser eingedrungen war. Die ILG, die im vergangenen Jahr einen Großteil der Galerie übernommen hat, investiere einen sechsstelligen Betrag, sagte Wolfgang Nilges, Leiter der Haustechnik bei ILG, auf Anfrage unserer Redaktion. Eine genaue Summe nannte er gestern nicht.

Die Rathaus-Galerie war 1995 eröffnet worden. Das Glasdach der Rotunde ist laut Nilges seitdem nicht instandgesetzt worden. "Inzwischen sind viele Fugen undicht", berichtete der Haustechniker. Bei stärkeren Regenfällen war es deshalb in der jüngeren Vergangenheit desöfteren vorgekommen, das Wasser von oben auf Verkäufer und Kunden herabgetropft war. Im Juli 2017 etwa mussten nach einem ordentlichen Regenguss wieder mal Eimer aufgestellt werden, um das Wasser aufzufangen. Die Pfützen nämlich stellen ein Risiko dar, weil sie Rutschgefahr bedeuten.

Da die ILG das klare Ziel verfolge, die Rathaus-Galerie zum Positiven weiter zu entwickeln, werde jetzt gehandelt, erklärte Nilges. Gearbeitet werden soll in drei Abschnitten, der Zeitplan steht weitgehend. Beginn ist am kommenden Montag, 19. März. Dann startet der Aufbau eines großen Gerüstes. Um die Besucher der Rathaus-Galerie nicht zu gefährden, werde das Gerüst nachts aufgestellt, kündigte Babett Arnold vom Centermanagement an. Am Montag geht es gegen 22 Uhr los; vorher werden die benötigten Gerüstteile zur Außenfläche vor der Eisdiele Adamis geliefert. "Die Dauer der Gerüstarbeiten ist mit zwei Wochen veranschlagt worden", teilte Arnold mit.

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Der zweite Abschnitt der Arbeiten, die eigentliche Sanierung, soll voraussichtlich direkt nach Ostern, am 3. April, in Angriff genommen werden. Hier rechnet die ILG mit einer rund vierwöchigen Dauer, wobei auch die Witterungsverhältnisse eine Rolle spielen werden, wie Wolfgang Nilges verdeutlichte: "Regen wäre nicht so schlimm, aber es darf nicht mehr frieren."

Bei den neuen Silikonabdichtungen gibt es laut Nilges die Besonderheit, dass sie gleichzeitig von oben und von unten bearbeitet werden müssen - nachdem die alten Dichtungen entfernt worden sind. Erneuert werden sollen auch die Verschraubungen des Glasdaches. Übrigens sei es gar nicht so einfach, für ein solches Projekt Fachfirmen zu rekrutieren. Doch mit Unterstützung eines Sachverständigen von der Firma Hauswald sei man fündig geworden, so Nilges.

Wenn alles glatt läuft, könnte das Gerüst ab 30. April in einem dritten Bauabschnitt wieder abgebaut werden. Auch dies werde wieder in Nachtarbeit erledigt, versichert Babett Arnold. Man gehe bei der ILG davon aus, dass durch die sorgfältigen Planungen die Beeinträchtigungen für Beschäftigte und Kunden in der Galerie so gering wie möglich gehalten werden könnten.

(ssc)