Dormagen: Rat verabschiedet einstimmig Resolution gegen Konverter

Dormagen: Rat verabschiedet einstimmig Resolution gegen Konverter

Die Politik sprach sich gegen Gohrer Standort aus.

Einstimmig, ohne Enthaltung, hat der Stadtrat in seiner ersten Sitzung eine Resolution gegen den Bau eines Stromkonverters auf dem Gebiet der Stadt Dormagen beschlossen. Zuvor hatte Bürgermeister Erik Lierenfeld den Vorschlag der Verwaltung auch mit falschen Daten begründet, die der Netzbetreiber Amprion bei der Standortsuche zugrunde gelegt hatte: "Das gilt auch für den möglichen Standort Gohr", sagte Lierenfeld. Amprion habe sich nicht im Vorfeld an die Stadt gewandt, um über in Frage kommende Flächen zu sprechen, kritisierte Lierenfeld, der die Vorstellung der sechs für das Unternehmen am günstigsten Standorte im Rhein-Kreis Neuss "unglücklich" nannte, da vor der Bekanntgabe keine Zeit für Gespräche blieb. "So kann man nicht mit uns umgehen", sagte Bürgermeister Lierenfeld.

Es müssten die gleichen guten Gründe gegen den Bau einer Groß-Konverteranlage in Dormagen wie auch in anderen Kommunen gelten, "insbesondere im freien Landschaftsraum und in unmittelbarer Nähe zur Wohnbebauung", heißt es in der Resolution. Auch die Gemeinde Rommerskirchen hatte ihre Resolution von 2012 gegen den Konverter in ihrer ersten Ratssitzung einstimmig erneuert.

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Wie Fraktionsvorsitzender André Heryschek in der Dormagener Ratssitzung sagte, habe die CDU eine Reihe von Bedenken gegen den Bau eines riesigen Stromkonverters: "Die Belastung der Bewohner in Gohr dürfe nicht noch größer werden", sagte Heryschek, außerdem habe man mit der Bezirksregierung hart um Gewerbeflächen gerungen, da könnte nicht so einfach eine große Fläche abgetreten werden.

Die Resolution werde, so Bürgermeister Lierenfeld direkt an Amprion weitergeleitet. Weitere Gespräche über mögliche Standorte im Rhein-Kreis stehen an.

(NGZ)
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