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Dormagen: Raphaelshaus-Bus verunglückt: Kinder nicht an Bord

Dormagen : Raphaelshaus-Bus verunglückt: Kinder nicht an Bord

"Da hat der Schutzengel Raphael wieder gute Arbeit geleistet", sagt Hans Scholten erleichtert. Der Direktor des Jugendhilfezentrums "Raphaelshaus" berichtet von einem Unfall des Busses bei der Tour einiger Kinder und Jugendlichen in Serbien, bei dem die Fahrerin leicht verletzt wurde. "Gott sei Dank waren zu diesem Zeitpunkt keine Kinder an Bord. Es wäre eine Katastrophe geworden", so Hans Scholten.

Die Radfahrer der "Eisernen-Vorhang-Tour", die das Raphaelshaus seit einigen Jahren etappenweise von Norden nach Süden unternimmt, waren fast schon wieder auf dem Rückweg nach Dormagen. Beide Busse sollten zum Camp gebracht werden, um die Kinder und Jugendlichen aufzunehmen und die Rückfahrt anzutreten. Wie Scholten berichtet, saß am Steuer des neuen Neun-Sitzer-VW-Busses die Praktikantin der Erlebnispädagogik des Raphaelshauses: "Die 26-jährige gelernte Raumausstatterin und jetzige Studentin der Sozialen Arbeit kam bei einem Ausweichmanöver vor einem streunenden Hund ins Schleudern. Der Bus durchbrach die Leitplanke und überschlug sich eine Böschung hinab", berichtet Scholten. Die Fahrerin kam mit dem Schrecken und zwei angeknacksten Rippen davon.

Doch dann mussten die Tour-Teilnehmer mit einem anderen Transportmittel nach Dormagen zurückgebracht werden, wie Scholten erklärt: "Nach dem Unfall folgten die üblichen Scherereien in einem Nicht-EU-Land und alle Schwierigkeiten mit den örtlichen Polizeibehörden." Nach langen Diskussionen durfte die Gruppe von Belgrad aus den Heimweg mit dem Zug antreten. Das Unfallfahrzeug transportierte der Abschleppdienst an die kroatische Grenze.

"Die Tourleiter, die dafür ausgebildet sind, in ungewöhnlichen Situationen mit Umsicht und großem Verantwortungsgefühl für die anvertrauten Mädchen und Jungen zu handeln, haben sich bewährt", betont Scholten. Und so sind alle nach der 1300-Kilometer-Radtour durch Österreich, Slowenien, Ungarn, Serbien, Rumänien und Kroatien heil ins Raphaelshaus zurückgekehrt. "Außer diesem Unfall hatten wir nur schöne Erlebnisse in Serbien", berichtet Tom Pfeiffer, einer der Tourleiter, nach der Rückkehr.

(NGZ)