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Dormagen-Mitte: Radiomuseum: Wo Dormagen swingt

Dormagen-Mitte : Radiomuseum: Wo Dormagen swingt

Musik ist für Volkmar Hess wie eine Zeitreise. Es ist das Knistern alter Schellackplatten, das den Dülkener schon als Kind in den Bann gezogen hat. Insgesamt 30 000 Platten hat Hess schon zusammengetragen. Seit Mai vergangenen Jahres bringt der 53-Jährige auch den Dormagenern seine Passion näher – und zwar erfolgreich.

Musik ist für Volkmar Hess wie eine Zeitreise. Es ist das Knistern alter Schellackplatten, das den Dülkener schon als Kind in den Bann gezogen hat. Insgesamt 30 000 Platten hat Hess schon zusammengetragen. Seit Mai vergangenen Jahres bringt der 53-Jährige auch den Dormagenern seine Passion näher — und zwar erfolgreich.

Gemeinsam mit dem Dormagener Helmut Dietsch hat Hess das "Internationale Phono + Radio-Museum" gegründet. Dietsch hat seine Radios zur Sammlung beigesteuert, Hess alte Grammophone. "Im Moment steht die Ausstellung unter dem Motto ,Musik auf Reisen'", sagt Volkmar Hess. 200 Kleingeräte für unterwegs stehen in den Räumen an der Bahnhofstraße 2 - 4, vom Koffergrammophon, das zu Zeiten des Ersten Weltkriegs benutzt wurde, bis zum MP3-Player. Die Ausstellungen wechseln halbjährlich.

Platz gefunden haben die Museumsmacher in der alten Baptistenkirche auf einer Fläche von insgesamt 500 Quadratmetern. 3000 Besucher haben im vergangenen Jahr im Museum, das immer sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet hat, vorbeigeschaut. "Besonders erfolgreich sind aber unsere Kombiveranstaltungen", sagt Volkmar Hess. Live-Musik, Lesungen oder der Boogie-Woogie-Kursus, der auch Anfang des kommenden Jahres wieder angeboten wird.

Live-Musik und Lesungen

Volkmar Hess ist längst in Dormagen angekommen. Selbst der Michaelismarkt stand ganz im Zeichen der 1950er Jahre. Über einen Umzug hat der 53-Jährige zwar nachgedacht. "Doch meine Frau hat interveniert", sagt er schmunzelnd. Auch an Ideen mangelt es dem Dülkener nicht. "Wir werden ein Märchenstück des Niederrhein-Theaters begleiten", sagt Hess. Im Rahmen einer anderen Veranstaltung sollen Rennwagen aus den 1920er Jahren präsentiert werden.

Beruflich betreibt Volkmar Hess eine Restaurationswerkstatt in Dülken. Für das Museum in Dormagen arbeitet er ehrenamtlich. Insgesamt 20 Mitglieder gehören dem Förderverein an. "Doch wir müssten noch wachsen", sagt Hess.

(NGZ)