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Radiomuseum erwartet den 20.000. Besucher

Musik und Literatur : Radiomuseum erwartet den 20.000. Besucher

Für Volkmar Hess und Helmut Dietzsch ist der kommende Sonntag ein ganz besonderer Tag, gewissermaßen ein Feiertag. Denn die beiden Macher des Radio- und Phonomuseums erwarten den 20.000. Besucher in ihrem außergewöhnlichen Haus an der Bahnhofstraße 2-4. „Wir freuen uns sehr auf die Veranstaltung“, sagt Hess, „und haben uns auch etwas Nettes überlegt.“ Je nach Alter wird es ein Glas Sekt oder ein Stück Kuchen geben.

Der wievielte Besucher besonders in den Mittelpunkt rücken wird, wollte Hesse nicht verraten. Nur so viel: „Es wird schon jemand relativ am Anfang sein.“

Es ist auch ein gutes Stück Zufall, dass die Betreiber des Radio-Museums auf diese runde Zahl gestoßen sind. Seit der Gründung vor acht Jahren führen sie ein Gästebuch, in dem Besucher ein paar nette Zeilen hinterlassen können. „Das geschieht auch eigentlich bei jeder Veranstaltung, dass jemand zum Stift greift und eine Botschaft hinterlässt.“ Zudem wurde bei jeder Veranstaltung in dieser Zeit festgehalten, wie viele Besucher gekommen waren. Hess: „Wir haben gedacht, einfach mal nachzuzählen, und waren total überrascht, als wir feststellten, wie dicht wir an dieser besonderen Marke sind.“

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  • Krefeld : 20.000 Besucher bei Fischeln Open

Dass das Museum ein Erfolgsmodell ist, steht außer Frage. Nicht nur viele Dormagener wissen die vielen Geräte aus den Anfängen der Tonträger zu schätzen, „es kommen auch viele Gäste aus der Region“, sagt Hess. Besucher, die sich für die Technik interessieren, aber die meisten, um einen vergnüglichen Nachmittag zu verbringen. Denn es geht um Geselligkeit und um Erinnerungen an alte Zeiten mit vielen Musik-Klassikern. „Es geht auch um Gemeinschaft. Es sind hier viele Freundschaften und auch Partnerschaften entstanden.“ Dass die Musik oft von Schellackplatten kommt, versteht sich von selbst.

Am kommenden Sonntag geht es ab 15.15 Uhr um eine interessante Plauderei mit Ingo Koppatz zum Thema „Auf der Suche nach der Kultur“. Dabei soll der Kulturbegriff näher beleuchtet werden. „Musik und Literatur werden an diesem Nachmittag nicht zu kurz kommen“, verspricht Hess. Es gibt Lesebeiträge von Reinhold Peters und den ein oder anderen Musik-Act von Rosi Giessmann, Ingo Koppatz und Gästen. Einlass ist Punkt 14 Uhr. Der Eintritt ist frei, es gibt eine Sammlung per Hut. Die ebenfalls kostenlose Führung durch das Museum startet um 14.15 Uhr. Weitere Infos gibt es bei Hess unter 02162 45128.

(schum)