Radio- und Phonomuseum erklärt Musikproduktion

Studiotechniker erklärt, wie ein Musikstück entsteht: Phono-Museum verwandelt sich in ein Tonstudio

Wie ein neuer Musiktitel am Computer entsteht, das erfuhren die Gäste im Dormagener Radio- und Phono-Museum. Studiotechniker Ingo Koppatz erklärt wie es funktioniert.

Wer schon immer einmal wissen wollte, wie Musikstücke im heutigen Zeitalter produziert werden, konnte sich jetzt im Radio- und Phono-Museum informieren. Im Rahmen der Initiativreihe „Dormagen Kulturbunt“ erklärte der Musiker und Studiotechniker Ingo Koppatz die digitale Aufnahmeproduktion an einem praktischen Beispiel. Gemeinsam mit rund 30 Gästen sowie Musikern wurde an diesem Nachmittag ein individueller Song aufgenommen.

„Noch vor einigen Jahren war die Musikproduktion sehr aufwendig, heutzutage geht alles leichter“, sagt Koppatz. Man benötigt lediglich ein gutes Mikrofon, der Rest geschieht am Computer. Der Studiotechniker zeigte seinen Gästen die unterschiedlichen Möglichkeiten. Hierfür brachte Koppatz ein selbstgeschriebenes Lied mit. „Am Computer kann ich jetzt theoretisch ein ganzes Orchester hinzufügen“, erzählt er. Eine aufbereitete Version des Liedes diente als Vergleich. „Man merkt, es geht nun in eine ganz andere Richtung“, so der Musiker.

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Nach dieser kurzen Einleitung durfte das Publikum selbst aktiv werden. Koppatz platzierte dafür ein Mikrofon im Raum und spielte das Lied erneut ab. „Diese Stelle würde ich gerne mit euch singen“, sagt er. Das Publikum nahm die Herausforderung an und sang lautstark mit. Es klang wirklich harmonisch. Anschließend spielte er das Aufgenommene ab. Erkennbar wurde, dass die Chorzeile im Vergleich zu dem restlichen Lied zu laut war. „Das ist jetzt alles reine Studioarbeit“, erzählt Koppatz. „Ich danke Ingo für dieses Kontrastprogramm, denn er ist immer für den kreativen Part zuständig“, sagt Volkmar Hess, Betreiber des Phono-Museums. Auch den Gästen hat der Nachmittag sichtlich Freude bereitet, die Stimmung war hervorragend.

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