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Projektbeirat in Dormagen: Masterplan muss gesamte City einschließen

Projektbeirat in Dormagen : Masterplan muss gesamte City einschließen

Es war nur ein Aufgalopp, aber die Teilnehmer des Projektbeirates für den Masterplan Innenstadt nutzten das erste Treffen gleich für Inhaltliches.

Es war nur ein Aufgalopp, aber die Teilnehmer des Projektbeirates für den Masterplan Innenstadt nutzten das erste Treffen gleich für Inhaltliches. 20 Dormagener aus diesem nicht-öffentlichen Gremium waren zusammengekommen, „aus vielen gesellschaftlich relevanten Gruppen der Bevölkerung“, so Stadtplaner Robert Ullrich: Eigentümer von Immobilien in der Innenstadt, Ladenbesitzer, Bürger, Politiker, Vertreter von Senioren und andere mehr. Um was es ging? Um eine Verständigung darauf, was die Ziele des Projektbeirates sind, welche Rolle das Gremium innerhalb des Prozesses spielen kann und soll. Klar ist: Die letztendliche Entscheidung über Veränderungen in der City liegen bei der Politik. Aber: Vor allem der Bürger soll gehört und dessen Meinung eine gewichtige Rolle spielen.

Ullrich sprach von einem „sehr guten, konkreten Dialog“. Ein zentraler Gedanke, der schnell auf Zustimmung aller traf, ist: Der Masterplan darf kein Projekt für die Kölner Straße sein, sondern muss die gesamte Innenstadt betreffen. Wichtige Stichwörter sind dabei ergänzendes Wohnen, Mobilität, Anbindung an die Stadtteile. Von Teilnehmern wurde gleich darauf hingewiesen, dass der bestehende Einzelhandel angereichert werden müsse, zum Beispiel durch kulturelle Angebote, durch die Einbeziehung der Marke „Dormagen als Sportstadt oder durch den Limes als Weltkulturerbe.

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Auch in einer weiteren, wahrlich nicht neuen Erkenntnis bestand Einmütigkeit: Für die Jugend gibt es in der Innenstadt zu wenige Möglichkeiten, sich zu treffen. Ein schwieriges Thema ist das Areal der ehemaligen Zuckerfabrik. Viele Dormagener wünschen sich dort ausgiebige Grünflächen, vielleicht einen Stadtpark, den es so in der City nicht gibt. „Die Frage ist“, sagt Stadtplaner Ullrich, „wieviel Fläche für Grün dort nutzbar ist? Das ist nicht überall möglich, weil das Seveso-Gutachten dies verhindert.“ Aufgrund dieser Beschränkung komme schon ein Drittel des Areals dafür nicht in Frage.

Das nächste Treffen soll im November stattfinden. Bis dahin ist auch die Online- und Straßen-Befragung der Dormagener zur Innenstadt ausgewertet.

(schum)