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Projekt „Schuppen wuppen“ in Dormagen: Generationen arbeiten zusammen

Projekt „Schuppen wuppen“ in Dormagen : Generationen reparieren einen Schuppen

Gemeinsame Arbeit an einem alten Schuppen vereint mehrere Generationen. 20 Senioren aus Horrem und Jugendliche des Jugendzentrums „Die Rübe“ erleben bei dem Projekt „Schuppen wuppen“ ein Miteinander auf Augenhöhe.

Gemeinsames Arbeiten der Generationen, das ist es, worauf Andreas Stefen, Einrichtungsleiter des Jugendzentrums „Die Rübe“, setzt, und das ist auch der Hauptgedanke hinter dem Projekt „Schuppen wuppen“. Ein in die Jahre gekommener Schuppen, eine Werkstatt auf dem Gelände, bei der das Dach undicht ist, wird bei diesem Projekt wieder instand gesetzt. Dabei arbeiten die Jugendlichen des Zentrums mit freiwilligen Helfern der W.I.G. zusammen. Die Wohnpark-Interessen-Gemeinschaft besteht aus etwa 20 in Horrem lebenden Senioren. Seit 15 Jahren arbeiten „Die Rübe“ und die Interesse-Gemeinschaft in enger Kooperation zusammen.

„Der Schuppen musste dringend restauriert werden. Wir wollten die Arbeiten allerdings nicht einfach so erledigen, sondern unsere Jugendlichen mit einbeziehen. So entstand der Gedanke zu diesem Projekt, bei dem die Jugendlichen von den Erfahrungen der älteren Generation lernen und diese sich freut, dass sie ihre Erfahrungen weitergeben kann“, erklärt Stefen. Gemeinsam reparieren die Senioren mit den Jugendlichen das Dach der Werkstatt. „Sowohl jung, als auch alt, geben sich die größte Mühe. Handwerk verbindet, und die Generationen erleben gemeinsam etwas.“ Spontan oder komplett können sich die fleißigen Handwerker an dem Schuppen treffen und werkeln. „Durch Corona war es zu Beginn etwas schwierig, da nur fünf Leute vor Ort sein durften, doch das ändert sich jetzt so langsam.“

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Es sei eine Arbeit, die man „Hand in Hand“ meistere. Stefen: „Die Älteren geben den Jüngeren Ruhe und Gelassenheit mit. Sie haben mehr Lebenserfahrung und behalten einen guten Überblick.“ Doch auch für die Jugendlichen hat er nur Worte des Lobes: „Sie versprühen Begeisterungsfähigkeit und Neugierde. Es ist ein gesundheitsförderndes Miteinander, und ich würde sagen, auch eine gute Demenz-Prävention, da die Jugendlichen die Senioren geistig fit halten.“ Wichtig sei ihm zu erwähnen, dass es ein „Miteinader auf Augenhöhe ist. „Es ist nicht unser erstes Generationen-Projekt und viele der Mitarbeitenden kennen sich schon, sie wachsen zu einer richtigen Gemeinschaft und alle sind begeistert.“

Starten konnte das Projekt „Schuppen wuppen“ letztendlich auch durch eine Spende der Dormagener Bürgerstiftung, die die Arbeit mit einem Betrag von 750 Euro unterstützt hat. „Projekte, bei denen die Generationen zusammenarbeiten und am Ende noch etwas Sinnvolles dabei rauskommt, unterstützen wir natürlich immer sehr gerne. Deswegen war es auch keine Frage, dass wir uns als Bürgerstiftung hier beteiligen, als wir von diesem Projekt erfahren haben", erzählt Martin Voigt, Vorsitzender der Dormagener Bürgerstiftung. „Wie sehr sich alle Beteiligten auf dieses Projekt freuen und wie viel Engagement sie mitbringen, konnten wir bereits jetzt erleben, als wir das Jugendzentrum besucht haben. Wir sind schon sehr gespannt auf das Ergebnis", ergänzt Dirk Rosellen, Mitglied im Vorstand der Bürgerstiftung.