Dormagen: Pro Tag etwa zehn Straftaten

Dormagen: Pro Tag etwa zehn Straftaten

"Gar nicht schecht" – das war die erste Reaktion von Dietmar Meisen, Leiter der Kriminalpolizei in Dormagen, beim Blick in die Kriminalstatistik. Dabei hat Dormagen eine Steigerung um rund 300 Straftaten auf 3664 angezeigte Delikte zu verzeichnen. Das sind gut zehn Straftaten pro Tag in Dormagen. "Doch im Fünf-Jahresmittel liegen die Zahlen für 2009 deutlich unter dem Durchschnitt", sagt Kurt Koenemann, Leiter der Dormagener Wache.

"Gar nicht schecht" — das war die erste Reaktion von Dietmar Meisen, Leiter der Kriminalpolizei in Dormagen, beim Blick in die Kriminalstatistik. Dabei hat Dormagen eine Steigerung um rund 300 Straftaten auf 3664 angezeigte Delikte zu verzeichnen. Das sind gut zehn Straftaten pro Tag in Dormagen. "Doch im Fünf-Jahresmittel liegen die Zahlen für 2009 deutlich unter dem Durchschnitt", sagt Kurt Koenemann, Leiter der Dormagener Wache.

Der Trend zu weniger Kriminalität scheint damit zu halten. Die größten Sorgen bereiten Koenemann und Meisen die Diebstähle, insbesondere die Haus- und Wohnungseinbrüche. 1703 Fälle hatten die Beamten zu bearbeiten, 114 mehr als ein Jahr zuvor. "Das Hauptproblem sind die Serientäter", so Meisen. Die Aufklärungsquote lag 2009 bei 14,5 Prozent. "Aber durch die Festnahme eines Täters, der sich auf Arztpraxen und Schulen spezialisiert hatte, und einer Gruppe aus Hackenbroich und Horrem, die für eine Vielzahl von Fällen dort verantwortlich war", so Meisen. Im kommenden Jahr werde die Aufklärungsquote damit entsprechend hochschnellen.

Meisen: "Die Aufklärung ist schwierig, wenn überregional agierenden Banden am Werk sind, wie vor einiger Zeit in Straberg oder die Täter keine Spuren hinterlassen." Einziges Gegenmittel: "Die Bürger sollten ihre Häuser und Wohnungen sicherer machen", so Koenemann. Entsprechende Tipps vermittelt die Polizei (Tel. 02131 3000). Ähnliches gilt auch für die Aufbrüche aus Fahrzeugen: "Die Täter bauen Navis oder Airbags aus, verscherbeln sie nach Osteuropa, wo sie dann wieder eingebaut werden, egal ob sie funktionieren oder nicht."

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Deutlich zurück gegangen sind die Fahrraddiebstähle. Dabei macht sich insbesondere die vermehrte Präsenz der Polizei am Bahnhof bemerkbar. Viele Zweiräder werden anderswo wieder aufgegefunden. Das gilt auch für die Diebstähle von Motorrollern — "typische Jugenddelikte", so Meisen.

Gewaltdelikte von der Körperverletzung unter Jugendlichen bis zur versuchten Tötung im Januar 2009 in Horrem im Zuge eines Drogenkriegs verzeichnete die Polizei an jedem dritten Tag. Allerdings liegt dort die Aufklärungsquote bei 76,9 Prozent. Darunter auch fünf Vergewaltigungen und drei Fälle von Exhibitionismus.

Koenemann und Meisen hoffen, dass der insgesamt gute Trend anhält und die im kommenden Jahr wieder den Niedrig-Rekord des vergangenen Jahres erreichen.

(NGZ)