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Dormagen: Preis für Gmeiner-Schule

Dormagen : Preis für Gmeiner-Schule

Mit 3000 Euro wurde am Sonntag ein Gemeinschaftsprojekt der Dormagener Hauptschule, des Hansa-Gymnasiums in Köln und der Christophorusschule in Bonn ausgezeichnet. 200 Projekte hatten sich beworben.

Hauptschule, Gymnasium und Förderschule ziehen an einem Strang — eine seltene Kombination. Doch diese zahlte sich aus. Zusammen mit der Christophorusschule Bonn und dem Hansa-Gymnasium Köln gewann die Dormagener Hermann-Gmeiner-Schule gestern den Landeswettbewerb "Demokratie leben" in der Kategorie Förderschule. Dr. Marion Gierden-Jülich, Staatssekretärin im Kinder- und Jugendministerium, überreichte dem Gewinnertrio einen Scheck über 3000 Euro.

Zum Wettbewerbsmotto "Unsere Werte — unsere Rechte" hatten die drei sehr unterschiedlichen Schulen ein gemeinsames Theaterprojekt als Filmaufnahme in Düsseldorf eingereicht. Als Straßentheater war die Gruppe damit unter anderem in der Kölner Innenstadt aufgetreten. Treibende Kraft des Projekts war die Bonner Förderschule für körperliche und motorische Entwicklung. "Eigentlich war die Aktion gar nicht für den Wettbewerb gedacht. Es ist im Rahmen der Unesco Projekttage entstanden", sagte Klaus Krützen, Leiter der Hauptschule Dormagen. Erst im Laufe des Projekts habe man sich entschieden, den Film einzureichen.

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"Die Schüler haben toll zusammengearbeitet - ich bin wirklich beeindruckt vom Ergebnis", sagt Lehrerin Henrike Aust, die an der Hauptschule für die Unesco-Schulkoordination verantwortlich ist. "Eine Woche lang haben wir uns im Februar in Köln getroffen und das Stück unter Anleitung einer Theaterpädagogin zusammen geschrieben, geprobt und aufgeführt." Eine wichtige Botschaft lautete: "Es gibt noch andere Schulen mit anderen Schwerpunkten." Respekt, Toleranz, Vorurteile und Ausgrenzung zwischen verschiedenen Kulturen standen im Mittelpunkt. "Ich freue mich, dass die Zusammenarbeit so unterschiedlicher Menschen, so gut funktioniert hat", erklärte Dormagens ehemaliger Bürgermeister und Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers. In letzterer Funktion war er Teil der Wettbewerbsjury, die insgesamt über 200 Beiträge bewertete.

Laut Felix Winnands, Ehrenvorsitzender der Jungen Presse, sei die Kooperation auch der ausschlaggebende Punkt bei der Juryentscheidung gewesen. "Das Engagement, verschiedene Orte und Menschen zusammenzuführen, hat uns begeistert", fasste er zusammen.

Aufgrund der hohen Qualität der Beiträge hat sich die Jury entschlossen, einen weiteren ersten Platz an die die Grüterschule aus Rheine zu vergeben. Im Rahmen einer Feierstunde im "Theater der Träume" in Düsseldorf wurden am Sonntag 18 Preisträgerteams ausgezeichnet. Staatssekretärin Gierden sagte: "Alle Kinder haben gezeigt, wie wertvoll für sie Demokratie, Werte und Freiheit sind."

(NGZ)