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Praxisnetz Dormagen mit neuem Vorstand

Praxisnetz Dormagen : Neuer Vorstand des Praxisnetzes

Die 113 Haus- und Fachärzte des Dormagener Praxisnetz-Bündnisses arbeiten kollegial zusammen.

Das Praxisnetz Dormagen, das mittlerweile 113 haus- und fachärztliche Mitglieder aus Dormagen und Umgebung umfasst, wählte bei seiner Versammlung turnusgemäß einen neuen Vorstand: Vorsitzender bleibt Matthias Breise, sein Stellvertreter ist weiter Udo Kratel. Neu gewählt wurde Alexandra Hülsdonk für Ralph Goldschmidt, der nicht mehr kandidierte. Kassenwartin bleibt Marina Reimer, ebenso Marco Pieper als Schriftführer. Dem erweiterten Vorstand gehören nun die Beisitzer Kim Goldschmidt, Thomas Kuhl und Thomas Wonsyld an. Pressesprecher sind Bärbel Weber (neu) und Norbert Sijben (wie bisher).

Nun ist auch die Aufnahme von lokalen ärztlich geleiteten Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) möglich, die seit einigen Jahren zunehmend eingerichtet werden und oftmals eine größere Zahl von Ärzten beschäftigen als die üblichen Gemeinschaftspraxen. „Industrielle Konzerne oder börsennotierte Unternehmen, die MVZ gründen oder aufkaufen und ökonomische Interessen verfolgen, können nicht Mitglieder des Praxisnetzes werden“, betonte Sprecher Sijben.

Seit über 18 Jahren setzt sich das Praxisnetz für eine optimale Betreuung der Dormagener Patienten ein. Wie Sijben betonte, sei die kollegiale Zusammenarbeit der Ärzteschaft eine unabdingbare Voraussetzung, damit die Patienten bei allen akuten und chronischen Erkrankungen eine schnellstmögliche Diagnostik und Therapie erhalten. Fortbildungen und Qualitätszirkel finden regelmäßig statt sowie Koordinationstreffen mit den Ärzten des Kreiskrankenhauses Dormagen.

Nach dem Umzug der Kassenärztlichen Notfallpraxis ins Krankenhaus, wo nun niedergelassene Ärzte und Klinikärzte Seite an Seite arbeiten, sei der Fortbestand dieses Angebots ein wichtiges Anliegen des Praxisnetzes, um auch außerhalb der üblichen Praxiszeiten eine gute Versorgung sicherzustellen. Im November dieses Jahres ist ein großer Gesundheitstag in der Kulle für die Mitarbeiter der Stadt Dormagen geplant.

Ein wichtiges Thema des ärztlichen Netzwerkes bleibt die ambulante Betreuung Schwerstkranker und Sterbender im häuslichen Milieu; diese Versorgung wurde in Dormagen modellhaft entwickelt und umfasst neben der allgemeinen (AAPV) auch die spezialisierte ambulante Palliativ-Versorgung (SAPV). Da soeben die SAPV-Verträge seitens der Krankenkassen zum Jahresende gekündigt wurden, wird sich das Praxisnetz in den nächsten Monaten verstärkt auch gesundheitspolitisch in diesem Sektor engagieren müssen.