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Dormagen: Polizisten sichern den Schulweg

Dormagen : Polizisten sichern den Schulweg

Nach den Ferien sorgen Eltern, Lehrer und die Polizei dafür, dass die i-Dötzchen und die anderen Schüler einen sicheren Weg zur Schule nehmen. Gefahrenpunkte werden von Polizisten besonders überwacht.

Heute beginnt nach den Sommerferien wieder die Schule, morgen werden 585 i-Dötzchen zu ihrem ersten Schultag aufbrechen. Damit sie gut in den 13 Dormagener Grundschulen ankommen, haben viele Eltern mit ihren Kindern den Schulweg geübt.

"Das empfehlen wir den Müttern und Vätern bei den Infoabenden", erläutert Monika Scholz, Leiterin der Erich-Kästner-Schule an der Konrad-Ade-nauer-Straße. "Hier am Schulzentrum sind wir durch die Tempo-30-Zone geschützt, so dass wir unseren Schulweg als sicher einschätzen."

Das ist nicht immer so: "Kreisweit sind im ersten halben Jahr 2011 insgesamt 17 Kinder auf dem Weg zur Schule verunglückt", berichtet Polizeisprecherin Diane Drawe. Generell bittet die Polizei Autofahrer und Radfahrer darum, wegen der Schulanfänger vor allem in den nächsten Wochen besonders vorsichtig zu fahren. Sie wird verstärkt in der Nähe der Schulen Präsenz zeigen, um Raser und Falschparker, die die Sicherheit der Kinder gefährden, abzuschrecken.

Die Gefahrenpunkte kennt Polizeihauptkommissar Rudolf Mehl gut. Für den Bezirksdienstbeamten für Nievenheim, Straberg und Gohr gibt es vor allem eine Stelle, die "morgens und nachmittags im totalen Chaos versinkt", nämlich am Klosterhof Knechtsteden, wo von der Winand-Kayser-Straße die Knechtstedener Straße abzweigt: "Dass hier noch kein schlimmer Unfall passiert ist, grenzt an ein Wunder", sagt Mehl.

Dort stauen sich die Autos der Schüler, Lehrer und Eltern, die zum Norbert-Gymnasium oder zur Optiker-Akademie wollen, bis zurück auf die L 280.

Trotz der verkehrsberuhigten Zone verstopfen Autos den Schulweg zur Salvatorschule in Nievenheim. Überhaupt hat Rudolf Mehl neben den Rasern vor allem die Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto bis vor die Schule bringen wollen, als Haupt-Unsicherheitsfaktor ausgemacht: "Dabei werden Kinder mitten auf der Fahrbahn rausgelassen", sagt der Polizist, der sich vor allem an der Neusser Straße vor der Friedensschule in Nievenheim zeigt. Denn eins ist überall zu beobachten: "Wenn ein Polizist dort steht, suchen sich alle einen regulären Parkplatz", weiß Mehl.

Eine nicht ganz so wirksame, aber zumindest eine ähnliche Aufmerksamkeits-Funktion erfüllen die "Papp-Polizisten", die auf der Salm-Reifferscheidt-Allee in der Nähe der Grundschule Burg in Hackenbroich stehen. Deren Schulleiter, Hans-Joachim Reich, sieht den Schulweg als sicher an: "Durch den Grünzug der Bürgermeile müssen sie nicht über stark befahrene Straßen gehen." Klassenlehrer gehen zudem mit den Erstklässlern die Wege nach, zudem gibt es Sicherheits-Tipps von Verkehrspolizisten: "Wir arbeiten Hand in Hand."

(NGZ/rl)